Torwartfrage bleibt aktuell: Wer ist der bessere Roman?

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Roman Bürki

Liverpool - Wer ist der bessere Roman, Bürki oder Weidenfeller? Diese Frage stellen sich schon seit geraumer Zeit die Anhänger des BV Borussia Dortmund. Diskussionen, an denen sich Thomas Tuchel nicht beteiligt.

Der Trainer hat schon vor der Saison den Schweizer, der vor Saisonbeginn für 3,5 Millionen Euro vom Absteiger SC Freiburg kam, zur Nummer eins erklärt, Routinier Weidenfeller als kleines Bonbon die Einsätze in der Europa League garantiert. Doch Bürki gelang es bisher nicht, seinen Status mit überragenden Leistungen zu untermauern.

Einen Torwartwechsel wird der BVB-Coach in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr vornehmen. Das würde einer Demontage Bürkis gleichkommen, die Investition in die Zukunft in Frage stellen.

Roman Weidenfeller

Tuchel sieht in Bürki den besseren Fußballer, akzeptiert sein oft sehr risikoreiches Torwartspiel. Weidenfeller trägt seine Rolle mit Fassung. Viele hatten durchaus schon damit gerechnet, dass der 35-Jährige Teilzeitbeschäftigte den BVB in der Winterpause verlassen würde, um vielleicht im Ausland noch einmal einen attraktiven Vertrag zu erhalten. Doch ganz im Gegenteil. Er verlängerte seinen Kontrakt im Februar vorzeitig bis zum 30. Juni 2017.

„Ich fühle mich nach 14 Jahren heimisch in Dortmund. Ich bin glücklich und dankbar, auch weiterhin ein Teil der neuen, positiven Entwicklung des BVB zu sein", begründete Weidenfeller seinen Entschluss. Der beschert ihm zumindest am Donnerstag im Viertelfinal-Rückspiel an der Anfield-Road einen echten „Kracher“.

Ohnehin haben es die Dortmunder allein Weidenfeller zu verdanken, dass sie in Liverpool überhaupt noch eine Chance auf das Halbfinale haben. Denn er vereitelte im Hinspiel gleich vier Liverpooler Großchancen. Was ihm auch ein Sonderlob von Tuchel einbrachte: „Es war eine herausragende Leistung von ihm. Es ist die Belohnung für all die Energie, die er der Mannschaft gibt. Wenn jemand es verdient hat, dann er.“

Geht es nach Weidenfeller, soll sein 16. Europa-League-Spiel nicht sein letztes sein. „Wir haben noch alle Möglichkeiten, das Duell für uns zu entscheiden. Wir werden dort nicht nur ein Tor schießen, sondern auch zwei“, verspricht der Weltmeister.

Damit könnte er auch eine alte Rechnung mit seinem ehemaligen Trainer begleichen. Denn Klopp hatte Weidenfeller bereits in der Endphase der vergangenen Saison degradiert und den Australier Mitch Langerak vorgezogen. Auch im Pokalfinale gegen Wolfsburg. Als Freunde sind beide daher sicherlich nicht auseinandergegangen.

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