Dortmund siegt, FCB lässt Punkte

Der Titel-Traum lebt: BVB vor spezieller Final-Woche"

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Nach dem Sieg gegen Düsseldorf glaubt der BVB noch seine Minimalchance auf den Titel.

Der Titel in der Bundesliga wird seit langem wieder am letzten Spieltag vergeben. Auch wenn der FC Bayern mit zwei Punkten Vorsprung auf den BVB ins letzte Heimspiel geht, glauben sie in Dortmund noch an ihre Chance.

Dortmund – Axel Witsel, belgischer Nationalspieler in Diensten des BV Borussia Dortmund, schüttelte nach dem 3:2 (1:0)-Erfolg über Fortuna Düsseldorf nur noch mit dem Kopf. „Die Bundesliga ist verrückt“, meinte der Mittelfeldakteur. „Einen Tag bist du traurig, weil du – wie wir zuletzt in Bremen – einen Fehler gemacht hast. Dann bist du wieder glücklich, weil du immer noch die Chance besitzt, Meister zu werden.“

Der BVB verkürzte in einer kuriosen Partie gegen den starken Neuling aus Düsseldorf den Rückstand auf den Spitzenreiter aus München auf zwei Punkte, muss aber am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in Mönchengladbach gewinnen, gleichzeitig auf einen Sieg der Frankfurter Eintracht in München hoffen.

Angesichts des aktuellen Leistungsstands wird es für die Dortmunder schon schwer genug, beim Namensvetter vom Niederrhein einen Dreier zu landen. „Dass wir in den vergangenen Wochen den einen oder anderen Vorsprung verspielt haben, hat natürlich Spuren hinterlassen. Wir hatten nicht mehr die Sicherheit und Souveränität im eigenen Spiel“, erklärte Sportdirektor Michael Zorc nach dem am Ende schmeichelhaften Sieg über die Fortuna.

Nach dem Tor von Christian Pulisic (41.), dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Oliver Fink (47.), weil sich Bürki-Vertreter Marwin Hitz im BVB-Tor einen bösen Patzer leistete, sowie den weiteren Treffern Thomas Delaney (53.) und Mario Götze (90.+2 führten die Schwarz-Gelben schon mit 3:1. Dennoch gerieten sie am Ende erneut in Bedrängnis und kassierten den Anschluss durch Dawid Kownacki (90.+5), obwohl die Fortuna nach der Roten Karte für Adam Bodzek (83.) in Unterzahl spielte. Glück hatten die Borussen bereits zuvor, als Dodi Lukebakio einen Foulelfmeter (56.) neben das Tor setzte.

Götze: "Wir haben ein Finale"

„Am Schluss war es wieder Drama. Ich glaube, wir haben ein Faible dafür, es am Ende immer spannend zu machen, gerade zu Hause“, ärgerte sich Torschütze Mario Götze, richtete aber wie alle Dortmunder gleich den Blick nach vorn: „Was in der Vergangenheit war, das zählt jetzt nicht mehr. Wir haben ein Finale. Wir müssen noch einmal alles raushauen. Das wird eine große Herausforderung, dann noch auswärts in Gladbach, wo es immer schwierig ist.“

BVB besiegt Fortuna Düsseldorf – im Titelrennen ist noch was drin

Und Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung, versuchte gleich den Druck vom Team zu nehmen: „Die letzten Wochen sind insgesamt sehr nervenaufreibend. Wir haben eine junge Truppe. Das ist auch eine spezielle Situation für sie, damit umzugehen. Da möchte ich die Mannschaft auch mal in Schutz nehmen.“

Training nur hinter verschlossenen Türen

Wie Kehl erklärte, werden die Dortmunder in der „sehr speziellen Finalwoche“ ausschließlich hinter verschlossenen Türen trainieren. Alles soll von den Spielern ferngehalten werden, damit sie sich in Ruhe auf den letzten Auftritt konzentrieren können. Geistige und mentale Frische seien laut Kehl mit Blick auf die Partie in Gladbach von extremer Bedeutung, die Mannschaft soll die Aufgabe mit Leichtigkeit und Freude angehen.

Der große Druck liege jetzt bei den Münchnern. „Die Bayern müssen es regeln, weil sie zu Hause spielen“, erklärte Kehl, der auf die zuletzt starken Leistungen der Frankfurter hinwies: „Warum soll die Eintracht nicht in der Lage sein, auch in München zu gewinnen. Die Bayern waren in den vergangenen Wochen auch nicht so souverän. Ich glaube nicht, dass die Überzeugung bei ihnen im Moment so groß ist, dass sie sagen, die Sache ist eigentlich geklärt.“

Auch Sportdirektor Zorc witterte eine Minimalchance: „Wir haben jetzt erst gerade in der Champions League gesehen, das im Fußball Dinge eintreten, die man vorher nicht für möglich gehalten hat.“ Deshalb haben sie auch in Dortmund die Meisterschaft noch nicht abgehakt.

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