Neuzugang in Dortmund

An ihm scheiden sich die Geister beim BVB: Warum Meunier noch nicht der erhoffte Hakimi-Ersatz ist

Thomas Meunier kam im Sommer zu Borussia Dortmund. Der 29-jährige Belgier soll mit seiner Erfahrung für defensive Stabilität Sorgen. Das klappt- mit Abstrichen.

Hamm - Die deutsche Meisterschaft wurde am Samstagabend im Dortmunder Signal-Iduna-Park sicherlich nicht entschieden. Das Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern war eines auf Augenhöhe. Der Rekordmeister beanspruchte das glücklichere Ende für sich und zog in der Tabelle vorerst dem BVB davon.

NameThomas Meunier
Geboren12. September 1991, Sainte-Ode, Belgien
Gewicht90 kg

Der BVB-Kader zeigte gegen den FC Bayern eine mutige Leistung. An einem Spieler jedoch schieden sich Geister bei den Fans. Weil er am Samstag keinen guten Abend erwischte. Nach seiner Ankunft im Sommer ist Thomas Meunier noch nicht ganz bei Borussia Dortmund angekommen.

BVB: Schwachstelle Thomas Meunier? Hakimi-Ersatz scheidet die Geister in Dortmund

Den Freistoß von David Alaba zum 1:1-Ausgleich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte lenkte Thomas Meunier entscheidend ins eigene Tor ab. Kurz nach der Pause störte der 29-jähirge Belgier Bayern Lucas Hernandez nicht entschlossen genug. Seine Flanke landete auf dem Kopf von Robert Lewandowski. Was dann passierte, dürfte vielen klar sein.

Thomas Meunier, der aufgrund seiner defensiven Qualitäten nach Dortmund geholt wurde, zeigt eben dort noch Schwächen. Der Vergleich zum abgewanderten Achraf Hakimi hinkt, zu unterschiedlich sind beide Spielertypen. Und dennoch könnte es doch von allem ein wenig mehr sein, sowohl defensiv als auch offensiv. Erst zwei Treffer hat Meunier in der laufenden Saison vorbereitet.

BVB: Schwachstelle Thomas Meunier? Belgier spielt die meisten Fehlpässe

Zu selten landen seine Flanken bei einem seiner Mitspieler, zu berechenbar sind seine Vorstöße auf der rechten Seite. Sturmläufe wie die eines Achraf Hakimi sind vom 1,90-Meter-Mann nicht zu erwarten. Meunier ist anzumerken, dass er sich an den Spielstil des BVB und Lucien Favres noch gewöhnen muss.

Borussia Dortmunds Thomas Meunier (r.) hatte gegen den FC Bayern keinen guten Tag.

Gegen die Bayern spielte er mit 13 Fehlpässen die meisten bei Schwarz-Gelb. Zudem gewann Meunier nur 55 Prozent seiner Zweikämpfe. „Was mir bei Meunier fehlt, ist die Geschwindigkeit. Auf dieser Position spielst du heutzutage gegen die schnellsten Spieler der Bundesliga wie gegen Kingsley Coman oder Serge Gnabry. Da hat er das eine oder andere Mal schlecht ausgesehen“, analysierte Lothar Matthäus bei Sky.

BVB: Schwachstelle Thomas Meunier? Dortmunder Legende bittet um Geduld

Geht es nach BVB-Vereinslegende Patrick Owomoyela, so müssen die Fans von Borussia Dortmund Geduld bewahren, zumal gute Außenverteidiger nicht auf Bäumen wachsen. „Ich glaube, dass er seit zwei, drei Wochen auf einem guten Weg ist. Aber das, was jeder von ihm in erster Linie erwartet, ist diese defensive Stabilität – und das mehr als bei Hakimi. Da ist er noch nicht bei 100 Prozent“, so Owomoyela über Meunier. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke nahm Meunier derweil in Schutz, berichtet Ruhr24.de*.

Schuld allein an der Niederlage des BVB gegen den FC Bayern ist Meunier nicht. „Wir hatten viele Torchancen, die wir nicht genutzt haben – das ist unglaublich“, fasste Trainer Lucien Favre treffend zusammen. *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa/picture alliance

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