Reaktionen nach dem Topspiel

Favre: So stark habe ich Bayern noch nie gesehen

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Lucien Favre und der BVB entschieden das Topspiel gegen den FC Bayern für sich.

Borussia Dortmund gewinnt das Topspiel gegen den FC Bayern. BVB-Trainer Lucien Favre lobt den Auftritt der Münchner. Stimmen zum Duell.

"Deutscher Meister wird nur der BVB", hallte es durch das Dortmunder Stadion, nachdem die Borussia den FC Bayern mit 3:2 bezwungen und den Vorsprung in der Tabelle damit auf sieben Zähler ausgebaut hatte.

Doch die Schwarz-Gelben wollen die Lage nicht überbewerten. "Es gibt noch viel zu tun", sagte BVB-Chefcoach Lucien Favre, der die Bayern in großen Tönen lobte.

Wir fassen die Reaktionen nach dem Topspiel zusammen.

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "In den ersten 30 Minuten war der FC Bayern viel besser als wir. Mit Ballbesitz von links nach rechts. Sie haben das Spiel beherrscht. Wir haben mehrmals den Ball erobert, konnten ihn aber nicht halten. Es war sehr intensiv, was sie gemacht haben. So stark wie in diesen 30 Minuten habe ich sie noch nicht gesehen in dieser Saison. Ich war froh, dass wir nur mit 0:1 in die Kabine gegangen sind. In der zweiten Halbzeit wurde es besser. Ich war mir sicher, dass sie dieses Tempo nicht halten können. Auch Ribery war bei der Balleroberung positiv verrückt, er war sehr, sehr stark. Wir haben natürlich auch einige Sachen korrigiert, es war ein verrücktes Spiel und super Werbung für die Bundesliga. Chapeau an die Mannschaft. Wir machen den Ausgleich, liegen dann wieder hinten. Aber Kopf unten? Nein. Nach dem 2:2 haben wir gemerkt, dass es möglich ist, zu gewinnen. Am Ende ist es kein unverdienter Sieg. Man muss sich inspirieren lassen von den Bayern in der ersten und von Bayern in der zweiten Halbzeit."

(... über die Tabellensituation): "Wir sind sehr, sehr zufrieden damit, nach elf Spielen 27 Punkte zu haben. Mehr nicht. Das ist fast ein Drittel von der Meisterschaft, es gibt noch viel zu tun. Das Niveau in der Bundesliga ist in diesem Jahr sehr, sehr gut. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel - das genügt für uns. Und wir wissen, dass wir viele Sachen zu korrigieren haben. Es sind kleine Details, aber die sind sehr, sehr wichtig."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund, bei Sky): "Es war sehr intensiv. Auf dem Platz deutlich mehr – aber auch bei uns draußen. Beide Bänke sind immer mitgegangen, es war sehr emotional. Aber es war okay." Wir haben 25 Minuten gebraucht, dann konnten die Bayern das Tempo nicht mehr ganz halten. Wir hatten dann mehr Tempo und vor allem die klareren Chancen." 

(... über die vielen vergebenen Chancen): "Du weißt, dass du gegen Bayern München spielst. Da musst du deine Chancen kaltschnäuziger verwerten. Aber wir haben uns ja dann weiter Chancen herausgespielt und aufgrund dessen auch verdient gewonnen."

BVB gewinnt 3:2 gegen Bayern - Die Fotos vom Spitzenspiel

Marwin Hitz (Borussia Dortmund, bei Sky): "Ich wusste es vermutlich vor den Zeitungen, dass ich spiele. Es war ein spezielles Spiel. Das ist auch der Grund, warum ich hier hergekommen bin. Ich war seit langer Zeit mal wieder sehr angespannt. Aber ich denke, wir haben verdient gewonnen."

Marco Reus (Borussia Dortmund, bei Sky): "Wir haben uns in der ersten Halbzeit wenig zugetraut. Wir haben nicht richtig reingefunden. Da hat Bayern viel Druck gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir Vertrauen in die eigenen Aktionen bekommen. Es war ein geiles Spiel."

(... über die Lage in der Liga): "Der Vorsprung bringt uns gar nichts. Es ist gut, ein Polster zu haben, aber die Bayern sind einfach stark. Es ist viel zu früh darüber zu reden, ob wir Meister werden. Die Verfolger wie Gladbach schlafen auch nicht."

Mats Hummels (FC Bayern, bei Sky): "Ich bin heute krank geworden. Es war schwer, mit einer Erkältung hier herzugehen. Ich war im Kopf nicht ganz klar. Als ich den Ball als letzter Mann verliere, habe ich dann gesagt, dass ich runter gehen will."

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Alle, die heute im Stadion oder vor dem Fernseher waren, haben ein tolles Fußballspiel gesehen, an dem beide Mannschaften ihren Anteil dazu beigetragen haben. Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht, aber leider nur mit 1:0 vorne gelegen. Bis auf den einen Fehler an der Mittellinie (von Mats Hummels, Anm. d. Red.) nichts zugelassen. In der zweiten Halbzeit hat der BVB deutlich mehr Druck gemacht. Dann haben wir es versäumt, den Ball mehr hinter die gegnerische Kette zu spielen. Dann kam der Elfmeter, der nicht passieren darf. Ich mache Manuel da aber keinen Vorwurf, aber die Laufwege müssen besser zugemacht werden. Aber wir kamen ja wieder zurück. Durch individuelle Fehler unsererseits ging der BVB in Führung. Das Spiel hätte sicherlich auch unentschieden ausgehen können oder vielleicht müssen. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel in der Hand, in der zweiten Halbzeit war es Dortmund. Dann haben wir uns auskontern lassen, das darf uns nicht passieren."

(über den erkälteten Mats Hummels, der nach eigener Aussage einiges verschwommen wahrgenommen habe): "Unsere Ärzte haben ihm in der Halbzeit ein Medikament verabreicht. Es hieß, dass alles so weit okay war. Ich habe ihn auch gefragt, ob er sicher sei, dass er weiter spielen kann. Er hat 'ja' gesagt. Wenn er 'nein' gesagt hätte, hätten wir ihn nicht mehr spielen lassen. Niklas Süle hatte sich ja schon warmgemacht.

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