Kaderplanungen

Spieler kommen und gehen, der BVB bleibt bestehen: Das ist der Stand in Dortmund

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Die Mannschaft des BVB feiert die Vizemeisterschaft am letzten Spieltag der Saison 2018/19.

Borussia Dortmund hat die nächste Saison schon im Blick, plant den Kader dafür. Wer kommt, wer geht, welche Zugänge und welche Abgänge braucht der BVB?

Dortmund – Nach der Vizemeisterschaft muss Borussia Dortmund bereits den Blick auf die nächste Spielzeit richten. Der vor der abgelaufenen Saison angekündigte Umbruch ist noch nicht komplett vollzogen. Neue Spieler muss der BVB noch holen – aktuelle Akteure aber auch abgeben. Wie sieht es auf den einzelnen Positionen mit Zu- und Abgängen aus?

Torhüter:

Roman Bürki sowie sein Eidgenosse, Ersatzkeeper Marwin Hitz, haben beide einen Vertrag bis 2021 und sind unumstritten beim BVB. Der dritte Mann zwischen den Pfosten, Eric Oelschlägel, ist nur bis 2019 an Borussia Dortmund gebunden. Eine Vertragsverlängerung ist aber auch hier möglich, da Nachwuchskeeper Luca Unbehaunzwar schon mit einem Profi-Vertrag ausgestattet – sich verletzt hat und länger ausfällt.

Abwehr:

Achraf Hakimi hatte bereits angekündigt, dass er nach dem Ende der Leihe 2020 wieder zurück zu Real Madrid möchte. Bei Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro könnten die Zeichen schon in diesem Sommer auf Abschied stehen. Ömer Toprak gilt ebenfalls als Streichkandidat. Schmelzer und Guerreiro stehen bis 2021 beim BVB unter Vertrag, Guerreiro bis 2020.

Vizekapitän Lukasz Piszczek ist noch bis 2020 an den BVB gebunden, wird diesen Kontrakt auch definitiv erfüllen. Ebenso dürfte der BVB weiter auf das Trio Dan-Axel Zagadou und Manuel Akanji (beide Vertrag bis 2022) sowie Abdou Diallo (Vertrag bis 2023) setzen.

Balerdi als Perspektivlösung in der BVB-Abwehr

Interessant in der Defensive: Die Personalien Leonardo Balerdi und Julian Weigl. Der 20-Jährige Balerdi gilt als Perspektivlösung, ist bis 2024 an Dortmund gebunden. „Wir planen mit ihm zur neuen Saison“, meinte BVB-Coach Lucien Favre. Er soll langsam an den Kader herangeführt werden, nach und nach mehr Spielzeit bekommen. Weigl hingegen (Vertrag bis 2021) stand vor der Saison schon auf dem Sprung nach Paris als defensiver Mittelfeldspieler, hat sich dann aber unter Favre zu einem starken Innenverteidiger entwickelt. Gut möglich, dass die Schwarzgelben aus diesem Grund noch länger an ihm festhalten.

Ebenso wie Weigl hat sich Marius Wolf (Vertrag bis 2023) gewandelt. Der Offensivspieler hat sich in der Not als solider Rückhalt als rechter Verteidiger gezeigt, könnte dadurch eine Zukunft an der Strobelallee haben.

Für Rotation in der Verteidigung dürfte die bevorstehende Verpflichtung des Nationalspielers Nico Schulz aus Hoffenheim sorgen. Der 26-jährige Linksverteidiger könnte einen Abschied von Schmelzer vorantreiben und würde auch Rückkehrer Jeremy Toljan (ausgeliehen an Celtic Glasgow) Einsatzzeiten streitig machen. Damit wäre auch Ersatz für Raphael Guerreiro (Vertrag bis 2020) vorhanden, der in der Offensive ebenfalls Konkurrenz erhalten dürfte.

Mittelfeld:

Im Mittelfeld haben sich Axel Witsel und Thomas Delaney (beide Vertrag bis 2022) schnell zu festen Größen auf der Doppelsechs etabliert. Dem 19-jährigen Talent Sergio Gomez (Vertrag bis 2021) hingegen fehlt Spielpraxis. Gut möglich, dass der BVB ihn verleiht oder verkauft.

Ein Experiment mit Mario Götze (Vertrag bis 2020) als Achter ist geglückt, könnte für die Zukunft forciert werden. Sein Vertrag soll bald verlängert werden, wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc bereits erklärte. In Julian Brandt, der wohl aus Leverkusen kommt, hätten die Schwarzgelben dann eine weitere Alternative für dieses System.

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Mahmoud Dahoud könnte diesen Job ebenfalls übernehmen, dürfte hinter Götze und Brandt aber wenig Aussicht auf Einsatzzeiten haben. Der 23-Jährige ist zwar noch bis 2022 an den Vizemeister gebunden, fristet aber ein Dasein als Einwechselspieler. Gut möglich, dass Dortmund bei einem lukrativen Angebot eines anderen Vereins über einen Verkauf des deutschen U21-Nationalspielers nachdenkt.

Offensive:

Paco Alcácer bleibt bis 2023, jedenfalls hat der BVB den spanischen Stürmer langfristig an sich gebunden. Ein Problem: Der 25-Jährige klagt immer wieder über muskuläre Probleme. Dafür hat sich Mario Götze stark entwickelt als Neuner – wird aber eben auch immer wieder weiter hinten gebraucht. Dortmund hat da Handlungsbedarf, sieht ihn selbst aber nicht. In Maximilian Philipp (Vertrag bis 2022) steht ein weiterer Back-up bereit, der aber wohl auch eher auf der Streichliste zu verorten ist.

Immerhin verstärken die Schwarzgelben ihre Offensive aller Wahrscheinlichkeit nach mit Brandt (siehe oben) sowie Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach, der auf den Flügeln den Abgang von Christian Pulisic zum FC Chelsea kompensieren soll. Für Jacob Bruun Larsen (Vertrag bis 2021) dürfte es durch Brandt und Hazard in der Offensive noch schwieriger werden, einen Platz zu beanspruchen.

Marco Reus: Der Unantastbare beim BVB

Kapitän Marco Reus gilt dafür weiterhin als unantastbar, wird auch in der kommenden Saison die Fäden bei Borussia Dortmund ziehen – und höchstwahrscheinlich irgendwann seine Karriere in schwarzgelb beenden. Der 29-Jährige ist mit einem langfristigen Vertrag bis 2023 ausgestattet und gilt als unverkäuflich. Ebenso wird Youngster Jadon Sancho zumindest noch in der kommenden Saison in Dortmund spielen. Der 19-Jährige hat einen Vertrag bis 2022, die Interessenten stehen jetzt schon Schlange.

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Kommentare

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Kommentare

GforK 2015
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Leider ist man au fdie verliehenden Spieler wie Schürle und Rode mal gar nicht eingegangen...
Diese könnten wiederkommen und eine Menge Gehalt verschlingen, genauso Kagawa.
Das wird Zorc schon einige nerven kosten, diese final zu transferieren.

Zudem kam Philipp überhaupt nicht zum Zuge... Leihe oder Wechsel?
Mario Götze spielt durchaus gut auf der 8, jeder weiß das, nur hat ja noch jeder den 10er und das Weltmeister Tor im Kopp...
Verlängern!