17. Bundesliga-Spiel

Borussia Dortmund entscheidet Topduell gegen Gladbach für sich

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BVB-Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek (rechts) im Zweikampf mit Gladbachs Thorgan Hazard.

Der BVB geht gestärkt in die Winterpause. Mit einem 2:1-Sieg über Verfolger Borussia Mönchengladbach. Der Spielbericht.

Dortmund – Der BV Borussia Dortmund hat die passende Antwort auf die erste Saisonniederlage beim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf gegeben und das Bundesliga-Gipfeltreffen mit dem direkten Verfolger aus Mönchengladbach vor 81365 Zuschauern für sich entschieden. 

Durch den 2:1 (1:1)-Erfolg über die Elf vom Niederrhein (bei uns im Ticker zum Nachlesen) werden die Schwarz-Gelben zumindest mit einem Vorsprung von sechs Punkten in die kurze Winterpause gehen. Die Dortmunder können sich deshalb am Samstag beruhigt zurücklehnen und am Fernseher verfolgen, wie die Münchner Bayern bei der Frankfurter Eintracht abschneiden.

Weigl in der Innenverteidigung

Not macht erfinderisch. Lucien Favre ließ sich angesichts der Personalprobleme mit den drei verletzten Innenverteidigern Manuel Akanji, Abdou Diallo und Dan-Axel Zagadou eine überraschende Lösung einfallen. Er beorderte Mittelfeldspieler Julian Weigl, der auf seiner Stammposition unter dem BVB-Trainer bisher kaum Einsatzchancen erhielt, in das Abwehrzentrum. Weigl erfüllte seine Aufgabe ordentlich, wurde im ersten Durchgang von zunächst harmlosen Gladbachern nicht sonderlich gefordert.

Die Gäste, die auf Lars Stindl, den Ex-Dortmunder Matthias Ginter und Raffael verzichten mussten, aber wieder auf Christoph Kramer zurückgreifen konnten, beschränkten sich zunächst nur auf Defensive. Nur zu Beginn hatten die Rheinländer große Probleme mit dem sehr aggressiven Pressung des Spitzenreiters, der die wenigen Chancen aber nicht konsequent nutzte. So scheiterte Marco Reus in seinem 250. Bundesligaspiel nach einem schönen Doppelpass mit Paco Alcácer an Schlussmann Yann Sommer (26.), und auch Alcácer traf nur kurz darauf nach einem Zuspiel von Reus den Ball nicht richtig, so dass dieser am Tor vorbei ging.

Alcácer verletzt

Pech für den Spanier, dass er nach einer halben Stunde mit muskulären Problemen den Platz verlassen musste. Für ihn kam Mario Götze, der am Dortmunder Führungstreffer (42.) direkt beteiligt war. Nach einem schnellen Konter über die linke Seite bediente Reus den mitgelaufenen Götze, der passte weiter zu Jadon Sancho. Der Engländer tanzte auf engstem Raum Oscar Wendt aus und traf aus spitzem Winkel. Ein Billardtor mit Unterstützung des linken Innenpfostens.

Den knappen Vorsprung behauptete der BVB aber nicht bis zur Pause. Mönchengladbach glich in der Nachspielzeit durch Kramer aus. Ein umstrittener Treffer, weil Kramer sich den Ball zuvor selbst gegen die Hand geköpft hatte. Doch Schiedsrichter Felix Zwayer erkannte den Treffer nach Überprüfung durch den Videoassistenten Daniel Siebert in Köln an.

Gutes Zusammenspiel Götze und Reus

Favre hatte seiner Mannschaft in der Kabine wohl Wege aufgezeigt, wie die kompakte Gladbacher Abwehrkette zu überwinden war. Schulmäßig der Dortmunder Angriff, der zum 2:1 (54.) führte. Sancho hatte den freistehenden Götze auf der rechten Seite ausgemacht und den Ball maßgerecht in den Lauf gespielt. Der flankte flach in die Mitte, wo Reus aus kurzer Distanz sicher vollstreckte. Das elfte Saisontor des BVB-Kapitäns. Dem zwölften war Reus in der 64. Minute sehr nahe, als er mit einem Freistoß aus 20 Metern nur das linke Tordreieck traf.

Kampf um die Spitze: Dortmund gewinnt gegen Gladbach

Erst danach gaben die Gladbacher ihre Defensivhaltung auf, agierten dabei aber wenig druckvoll. VfL-Trainer Dieter Hecking brachte mit Jonas Hofmann, Ibrhima Traore und Mickael Cuisance noch drei frische Kräfte, die aber auch nicht für mehr Gefahr sorgten. Dortmund versäumte es in der Schlussphase, den dritten Treffer nachzulegen und musste deshalb bis zum Schlusspfiff um den knappen Erfolg bangen.

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