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Dortmund bleibt torlos gegen defensiven FC Brügge

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Von: Peter Schwennecker

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Jadon Sancho (rechts) und der BVB kamen im Heimspiel gegen den FC Brügge nicht über ein 0:0 hinaus.
Jadon Sancho (rechts) und der BVB kamen im Heimspiel gegen den FC Brügge nicht über ein 0:0 hinaus. © dpa

Der BVB ist am Mittwochabend in der Champions League nicht über ein 0:0-Unentschieden hinausgekommen – gereicht hat es trotzdem.

Dortmund – Der BV Borussia Dortmund hat seinen zweiten Matchball nur mit großer Mühe genutzt und das erste große Ziel der Saison erreicht. Vor 66099 Zuschauern zogen die Schwarz-Gelben am Mittwochabend mit dem glanzlosen 0:0 gegen den FC Brügge vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League ein.

Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A beim AS Monaco (11.12.) geht es für die Westfalen lediglich noch um den Gruppensieg, der dem Fußball-Bundesligisten bei der Auslosung am 17. Dezember das Heimrecht im entscheidenden zweiten Spiel bescheren würde. Durch das Überwintern in der Königsklasse kassieren die Borussen zudem weitere 9,5 Millionen Euro.

Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen

Gleich fünf personelle Veränderungen hatte BVB-Trainer Lucien Favre gegenüber dem 2:1-Sieg in Mainz vorgenommen. Erst zum vierten Mal in dieser Saison stand Torjäger Paco Alcácer in einem Pflichtspiel in der Startformation. Abdou Diallo verteidigte diesmal auf der linken Seite hinter Raphael Guerreiro, Mahmoud Dahoud besetzte die zweite Sechser-Position neben Axel Witsel. Und auf der rechten Seite stürmte Christian Pulisic.

Zäher Kick

Doch es wurde das von Favre befürchtete schwere Spiel gegen eine mit zwei Viererketten am eigenen Strafraum kompakt verteidigende Elf aus Brügge. Favres Auftrag, die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive zu finden, erfüllten die Schwarz-Gelben gegen ersatzgeschwächte Gäste zunächst nicht. Zwar hatten sie viel Ballbesitz und eine ausgezeichnete Passquote, doch fehlte dem Bundesliga-Spitzenreiter in seinen Angriffsaktionen das nötige Tempo, um den belgischen Riegel zu knacken. 

Lediglich zwei gute Möglichkeiten erarbeiteten sich die Dortmunder bis zum Pausenpfiff. Nach zehn Minuten stand Pulisic nach einem Diagonalpass von Manuel Akanji frei vor Brügges Schlussmann Ethan Horvath, scheiterte aber aus recht spitzem Winkel.

Die große Chance zur BVB-Führung ließ Maco Reus aus. Nach einer Kopfballabwehr von Dan-Axel Zagadou aus der eigenen Hälfte lief der Kapitän allein auf das Tor des FC zu, setzte den Ball aber beim Abschluss um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite musste Dortmunds Schlussmann Roman Bürki im ersten Durchgang nicht einmal ernsthaft eingreifen.

Brügge konzentriert auf Defensivarbeit

Favres Kurskorrektur für den zweiten Durchgang durfte eigentlich nur zwei Komponenten haben: Tempoverschärfung und das Spiel über die Flügel forcieren. Doch umsetzen konnten die Borussen diesen Plan nicht, weil der FC Brügge sich weiter auf die Defensivarbeit konzentrierte, nur selten Entlastungsangriffe startete. Schließlich reichte dem aktuellen Tabellendritten der Jupiter-Liga ein Unentschieden, um zumindest die K.o.-Runde in der Europa League zu buchen.

Weil den Gastgebern gegen den belgischen Beton im Angriff die Ideen fehlten, reagierte Favre. Er brachte in der 73. Minute Jadon Sancho für Guerreiro. Später (80.) kam noch Achraf Hakimi für Diallo und Thomas Delaney für den verletzten Axel Witsel (87.). Richtig gute Dortmunder Chancen sahen die Zuschauer auch in der Schlussphase nicht mehr. Angesichts der Tabellenkonstellation gingen die Westfalen am Ende kein Risiko ein, versuchten, wenigstens den einen Punkt über die Zeit zu retten. Der reichte schließlich für den Einzug in das Achtelfinale. Und der FC freut sich auf die Euro League.

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