Borussen siegen vor Dortmunder Landgericht

BVB muss Gehalt von Aubameyang nicht offenlegen

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Borussia Dortmund hatte keine Provisionsvereinbarung mit dem damaligen Spielerberater von Aubameyang getroffen.

[UPDATE 14.48 Uhr] Dortmund - Mit einer Prozessschlappe ist vor dem Dortmunder Landgericht die Klage eines spanischen Spielervermittlers gegen Borussia Dortmund zu Ende gegangen. Dieser wollte eine Offenlegung der Bezüge von Pierre-Emerick Aubameyang erreichen.

Der Fussballclub kann gerichtlich nicht gezwungen werden, die Einkünfte seines Spielers Pierre-Emerick Aubameyang offenzulegen.

Der Kläger hatte genau dies gefordert: Auflistung des Bruttogehalts einschließlich aller Punktprämien und Sonderzahlungen. Die Summe wäre dann für den Kläger die Berechnungsgrundlage gewesen für eine zehnprozentige Provision, die ihm angeblich zustünde.

Transfergespräche aus Dezember 2012

Der spanische Agent bezog sich auf ein Transfergespräch, dass er mit BVB-Verantwortlichen im Dezember 2012 in der Dortmunder Geschäftsstelle geführt hatte. Damals war der Bundesligaverein stark an der Verpflichtung des mittlerweile 26-jährigen Fussballtalents interessiert, wollte ihn vom französischen St. Etienne abwerben.

Mit einem schriftlichen Angebot über Jahresbezüge von 2,8 Millionen Euro wurde der Unterhändler entlassen - eine Unterschrift des Spielers Aubameyang unter das millionenschwere Angebot kam nie zustande. Zum Sommer des folgenden Jahres wechselte er dann doch nach Dortmund, vermittelt von anderen Agenten.

Keine Provisions-Vereinbarung geschlossen worden

Dass der spanische Kläger nun leer ausgeht, verdankt er jedoch vor allem einer nie mit dem BVB geschlossenen Provisionsvereinbarung. "Es ist in der Branche üblich, dass Provisionsvereinbarungen erst gegen Ende der Transferverhandlungen geschlossen werden, also erst dann, wenn der gewünschte Wechsel mit dem Spieler so gut wie abgeschlossen ist" verdeutlichte BVB-Sportdirektor Michael Zorc als Zeuge das millionenschwere Geschäft mit erfolgreichen Fussballern.

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