Rückkehr auf Platz zwei: Dortmund unter Erfolgszwang

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In St. Petersburg noch auf der Tribüne, am Samstag wieder im Kader: Mats Hummels (Mitte).

DORTMUND - Der Champions-League-Kür mit dem 4:2-Sieg in St. Petersburg folgt jetzt wieder die Pflicht in der Bundesliga. Und im deutschen Fußball-Oberhaus hinkt die Dortmunder Borussia den eigenen Erwartungen weit hinterher.

Von Peter Schwennecker

Mit der peinlichen 0:3-Niederlage in Hamburg verbaute sich der BVB selbst die Rückkehr auf Platz zwei und steht deshalb am Samstag im mit 80 645 Zuschauern bereits ausverkauften Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (15.30 Uhr) unter Erfolgszwang. „Mir wäre es sehr recht, wenn wir das Gesicht aus St. Petersburg noch einmal zeigen könnten“, sagt Jürgen Klopp. „Ich verstehe es total, dass es den einen oder anderen auch geschockt hat, wie wir in Hamburg aufgetreten sind.“

Der Sender RADIO LIPPEWELLE überträgt das Spiel am Samstag ab 15 Uhr - auch als Stream. Reporter ist Christian Klein.

Deshalb setzt der Trainer darauf, dass die Mannschaft aus den Fehlern beim HSV gelernt hat. „Den ersten Beweis haben wir in St. Petersburg angetreten, der zweite sollte gegen Nürnberg folgen“, betont der Coach. Klopp erwartet morgen im Heimspiel gegen den Club volle Konzentration. „Sich etwas einbrocken und sich dann über das Auslöffeln zu beschweren, ist auch doof“, meint der Fußball-Lehrer. „Unsere Sinne sind für die Bundesliga maximal geschärft. Wir wollen uns erneut für die Champions League qualifizieren, und das direkt“, fährt Klopp fort. „Aber das ist ja alles kein Wunschkonzert. Wir gehen in 98 Prozent der Fälle mit unserer Situation sehr gut um, aber die zwei Prozent hauen uns dann richtig um die Ohren. Da tut es immer sofort weh.“

Schmerzen hat derzeit auch Innenverteidiger Sokratis, der laut Klopp über „eine fiese Schwellung an der Achillessehne“ klagt. Mit dieser Art der Verletzung hatte der Grieche bereits vor zweieinhalb Wochen Probleme, ist daher derzeit etwas beunruhigt. An Training ist momentan nicht zu denken. „Wir müssen einfach abwarten“, schätzt Klopp die Einsatzchancen 50 zu 50 ein. Besser sieht es bei Mats Hummels aus, der wieder voll belastbar ist. Hummels dürfte gegen den Club sein Comeback feiern. Ob Nachwuchsmann Marian Sarr einspringen könnte, ist fraglich. Der Junioren-Nationalspieler kämpft mit einer Oberschenkel-Verhärtung. Die Rekonvaleszenten Neven Subotic, Sven Bender und Jakub Blaszczykowski stehen ebenso wenig zur Verfügung wie Marco Reus, der am Wochenende eine Gelbsperre absitzt.

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