BVB hat "riesengroßen Spaß" - Klopp: "Herausragend gut"

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DORTMND - Der BVB und Mainz boten den 80 500 Zuschauern im Signal Iduna Park unterhaltsamen Vollgasfußball. Und nach dem 4:2 ist es klar: Dortmund hat zum vierten Mal nacheinander den direkten Königsklassenstart sicher.

Allzu lang wollten sich die Dortmunder mit dem ersten erreichten Saisonziel nicht aufhalten. Durch das unterhaltsame 4:2 (2:1) gegen den FSV Mainz 05 stürmte der BVB zum vierten Mal nacheinander direkt in die Champions League, aber das Team von Trainer Jürgen Klopp hat noch mehr vor.

Der Vorjahreszweite will den zweiten Platz hinter den Münchnern verteidigen "und Pokalsieger werden", wie BVB-Sechser Nuri Sahin mit Blick auf das Traum-Pokalfinale am 17. Mai in Berlin gegen Pep Guardiolas Bayern erklärte. So könnte diese schwierige Saison doch noch versöhnlich enden. Die kraft- und nervenzehrende Tour de Force mit jetzt 47 Pflichtspielen schien an Ostern jedenfalls zumindest kurzzeitig vergessen.

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BVB siegt 4:2 gegen FSV Mainz

"Ich bin so gut drauf", sagte Klopp nach dem Vollgasfußball gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Mainz, wo er als Spieler und Trainer 575 Mal aktiv war. "Das war herausragend gut, was meine Truppe gemacht hat. Nichts war selbstverständlich." Der Coach war wieder einmal mächtig stolz auf sein Team, das in dieser Spielzeit unter Verletzungen und Ausfällen litt wie kaum ein anderes.

Restlos platt und völlig losgelöst feierten seine Profis mit den Fans, die auf den Rängen den BVB-Walzer tanzten und sich über die Tore von Milos Jojic (6. Minute), Robert Lewandowski (18.), Lukasz Piszczek (56.) und Marco Reus (79./Handelfmeter) freuten. "Noch neun Punkte aus den letzten drei Spielen, und alles ist gut", ergänzte Klopp.

Nach dem 2:0-Achtungserfolg in der Champions League gegen Real Madrid, dem 3:0 in München und dem unterhaltsamen 4:2 gegen Mainz ist die Freude endgültig zurück in Dortmund. "Diese Phase macht riesengroßen Spaß", bestätigte Sahin. Gegen Mainz brachten selbst die zwei Gegentore durch den Japaner Shinji Okazaki zum 1:1 und 2:2 (14./53.) die furios attackierenden Schwarzgelben nicht aus dem Rhythmus.

Vor Okazakis 2:2 hatte Sahin einen gewaltigen Blackout, als er dem Japaner den Ball in die Füße spielte: "Ich wäre vor Scham am liebsten im Boden versunken. Das ist eine Erfahrung, auf die man verzichten kann - aber sie gehört leider zum Fußball dazu", meinte Sahin später zu seinem Fauxpas, der allerdings schnell abgehakt war.

Sahin sorgte mit Oliver Kirch für Stabilität im defensiven Mittelfeld - und für die treffende Analyse der jüngsten Dortmunder Erfolge: "Wir laufen ohne Ende, machen Tore, geben Gas." 71 Treffer sind es schon nach 31 Spieltagen, nur 13 weniger als die Bayern.

Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel, den sein einstiger Chef im Anschluss an die 90 Minuten im Medienraum innigst umarmte, sah sein Team jedenfalls nicht auf Augenhöhe. "Dann ist das nicht unsere Liga", kommentierte Tuchel den Unterschied, den er bei der extremen Lauf- und Spielfreude und der absoluten Entschlossenheit zwischen seinem Team und dem des Gegners ausmachte.

Trotzdem hat sich die Ausgangslage für die Mainzer nicht groß verändert. Als Tabellensiebter ist die Europa League noch immer planbar: "Es hat sich ja an diesem Spieltag nicht viel geändert für uns, da Augsburg nicht gewonnen und Gladbach auch verloren hat", meinte Manager Christian Heidel.

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