Vor dem Derby

Vermummte BVB-Fans bedrohen Fahrgäste in Hamm

+
Archivbild: Auch 2013 kam es vor dem Derby Schalke - Dortmund zu Ausschreitungen auf dem Bahnhof. Damals in Gelsenkirchen.

[Update 21.15 Uhr] Dortmund/Gelsenkirchen - Die Anreise der Dortmund-Fans zum als Hochrisikospiel eingestuften Derby gegen Schalke 04 ist laut Polizei weitestgehend friedlich verlaufen. Allerdings sollen vermummte BVB-Fans in einem Zug von Hamm nach Dortmund Fahrgäste bedroht und bepöbelt haben. Auch in Dortmund kam es zu einem unschönen Vorfall.

Eine Gruppe von 50 Dortmund-Fans ist festgesetzt und überprüft worden, da sie unter Verdacht stünden, Mitreisende im Zug in Hamm angepöbelt zu haben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 

Laut "Der Westen" hatten sich diese Fans im Zug vermummt. 

Dann sei es im Zug auch zum Diebstahl von Fanutensilien gekommen, so die Polizei. 

Am Bahnhof seien die Fans während der Überprüfung durch die Beamten nicht mehr so aggressiv gewesen. Es habe lediglich "laute Gesänge" gegeben.

Um Ausschreitungen der rivalisierenden Fans zu vermeiden, sind zahlreiche Einsatzkräfte der Bundespolizei im Einsatz. 

Außerdem wird die Bahnstrecke von einem Hubschrauber überwacht. 

Insgesamt nutzten circa 700 Dortmunder-Fans die zusätzlich bereitgestellten Züge und nochmal circa 700 Borussia-Fans Regelzüge, um nach Gelsenkirchen zum Derby zu reisen.

Circa 4000 Heimfans von Schalke 04 reisten mit Zügen zum Derby.Rund 7500 der gut 60.000 Fußball-Fans in der ausverkauften Gelsenkirchener Veltins-Arena sind BVB-Anhänger. 

Im Rahmen der Abreise kam es zu einem unschönen Vorfall. Durch einen Schalker-Fan wurde ein Bundespolizist durch einen Tritt derart am Bein verletzt, dass er sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Seinen Dienst wird er voraussichtlich für mehrere Tage nicht mehr aufnehmen können. 

Zudem kam es im Dortmunder Hauptbahnhof zu einem Angriff eines Borussia-Fans, der einen Unbeteiligten durch einen Faustschlag an den Kopf verletzt. Offensichtlich hatte er diesen auf Grund seines blau weißen T-Shirts angegriffen. Dabei war das Opfer kein Fußballfan und sein T-Shirt nichts mit Schalker Fankleidung zu tun.

Insgesamt kann das 150. Derby jedoch als überaus friedlich gewertet werden, so der Einsatzleiter der Bundespolizei, Polizeioberrat Sven Srol. Die Bundespolizei leitete lediglich fünf Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Körperverletzung und Sachbeschädigung ein. - dpa/Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare