Rekordtrainer Klopp nach 4:0 erleichtert

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Milos Jojic (rechts) traf nach 17 Sekunden und jubelte mit Pierre-Emerick Aubameyang.

DORTMUND -  Jürgen Klopp darf sich seit Samstag offiziell erfolgreichster Bundesliga-Trainer des BV Borussia Dortmund nennen. Mit dem 4:0 (2:0) über Eintracht Frankfurt, dem 111. Sieg unter seiner Regie im Fußball-Oberhaus, überholte der 47-Jährige Ottmar Hitzfeld, der von 1991 bis 1997 110 „Dreier“ mit den Schwarz-Gelben landete.

Von Peter Schwennecker

Für Klopp war der Rekord allerdings nicht so bedeutend. Er war erleichtert, dass der BVB erstmals seit dem 1. November (6:1 gegen den VfB Stuttgart) wieder ein Heimspiel gewann. „Das ist in der Tat für mich nur eine schöne Zahl. Wenn ich sie höre, denke ich auch an die Niederlagen. Wir haben zu Hause lange nicht gewonnen, es hätten jetzt auch schon 114 Siege sein können“, erklärte Klopp.

Der freute sich über eine starke Leistung seiner Mannschaft, die gegen personell rotierende Frankfurter im Gegensatz zum Pokalerfolg am Dienstag bei der Eintracht diesmal keine Probleme besaß. „Wir haben richtig stark gespielt, von der ersten Sekunde an waren wir so griffig, wie wir uns das vorgenommen hatten. Es war ein tolles Fußballspiel von uns, wir haben alle Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht, auch das passiert ja nicht in jedem Spiel“, jubelte Klopp.

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BVB gewinnt mit 4:0 gegen Eintracht Frankfurt

Bereits nach zehn Minuten gingen die Borussen durch einen von Henrikh Mkhitaryan glänzend eingeleiteten Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang in Führung. Aubameyang ließ noch vor der Pause (27.) seinen Saisontreffer Nummer 13 folgen. Direkt nach dem Wiederanpfiff erhöhte Robert Lewandowski mit einem an ihn selbst verschuldeten Foulelfmeter auf 3:0 (47.). Es passte an diesem Tag ins glückliche BVB-Bild, dass Neuzugang Milos Jojic genau 17 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Ballkontakt zum 4:0 (68.) traf. Die Vorarbeit hatte Kevin Großkreutz geleistet, dem Klopp eine „Weltklasseleistung“ bescheinigte. „Er hat auf der linken Seite richtig Betrieb gemacht“, lobte der Trainer den Allrounder, der seinen Platz als rechter Außenverteidiger an Lukasz Piszczek verloren hatte und erneut bewies, wie wichtig er für die Mannschaft ist.

Überglücklich war der zweimalige Torschütze Aubameyang, der schon im Pokal in Frankfurt den entscheidenden Treffer für den BVB erzielt hatte. „Das war in der Tat eine tolle Woche für mich. Aber auch sonst läuft es bei mir und der Mannschaft zurzeit sehr gut. Wir sind noch enger zusammengerückt.“ Als Grund dafür gab der Gabuner die permanenten Verletzungssorgen an. „Das hat uns zusammengeschweißt. Durch das Selbstvertrauen, das wir durch die jüngsten Siege gewonnen haben, können wir lockerer in die anstehenden Aufgaben gehen.“

Mit Lewandowski (14) und Aubameyang haben die Dortmunder aktuell zwei Akteure in der Spitzengruppe der Bundesliga-Torschützenliste. „Zusammen sind wir uneinholbar. Es ist toll, dass Auba auch so viele Tore schießt“, meinte Lewandowski. „Das ist gut für die Mannschaft und auch gut für mich.“ Ähnlich äußerte sich Aubameyang: „Im Endeffekt ist es egal, wer die Tore macht. Wenn eine Mannschaft zwei starke Torschützen hat, dann ist sie dadurch umso schwerer auszurechnen. Und wenn man einen Mitspieler wie Robert hat, dann ist das eine zusätzliche Motivation.“

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