Spekulationen um Pierre-Emerick Aubameyang

Droht "Aubas" Abschied oder pokert der BVB-Star nur?

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Pokert Pierre-Emerick Aubameyang nur um einen besseren Vertrag?

Berlin - Seine Quote ist beeindruckend. In 191 Pflichtspielen für den BVB hat Pierre-Emerick Aubameyang 116 Mal getroffen, damit der Borussia in vier Jahren so manchen erfolgreichen Weg geebnet. Jetzt droht sein Abschied.

Für die Fans des BVB wäre es daher eine Horror-Meldung, wenn der aktuelle Torschützenkönig nach dem Pokal-Finale in Berlin seinen vorzeitigen Abschied vom BVB bekanntgeben würde. Auch für die Bundesliga wäre es ein herber Verlust. Denn der Gabuner brilliert nicht nur auf dem Rasen, sondern ist einer der wenigen schillernden Figuren, die das deutsche Fußball-Oberhaus noch zu bieten hat.

Schrille Frisuren, schnelle Autos und extravagante Kleidung sind das Markenzeichen des 27-Jährigen, der am vergangenen Samstag nach dem letzten Heimspiel gegen Werder Bremen deutlich Gefühle zeigte, als er sich allein vor den Fans auf der Südtribüne mit der Torjägerkanone präsentierte. Und dabei kullerten bei Aubameyang die Tränen, was viele als leisen Abschied von den BVB-Fans interpretierten. Spekulationen, die der Stürmer anschließend in Interviews mit der Aussage befeuerte, dass er nach dem Pokalfinale in Berlin mit dem Verein reden und anschließend über seine Zukunft entscheiden werde. Laut einer Meldung der „Bild“ soll Aubameyang die BVB-Offiziellen bereits um die Freigabe gebeten haben. Doch wohin es ihn zieht, ist weiter offen.

Aubameyangs Traum von Real Madrid

Es ist kein Geheimnis, dass Aubameyang von frühester Jugend an davon geträumt hat, einmal das Trikot von Real Madrid zu tragen. Aber der spanische Rekordmeister ist derzeit im Angriff bestens besetzt, Trainer Zinedine Zidane hat bereits vor Wochen ein Interesse am BVB-Stürmer dementiert. Das fast schon unmoralische Angebot des chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian mit einem fürstlichen Netto-Gehalt von 25 Millionen Euro dürfte wohl kein Thema sein. Neuster Favorit an der Wechselbörse soll Paris St. Germain sein. Für dieses Ziel würde allein das Leben in der französischen Hauptstadt sprechen, das dem Gabuner sicherlich gefallen dürfte. Hinzu käme ein angebliches Gehalt von jährlich 14 Millionen Euro. Doch sportlich würde sich Aubameyang mit diesem Transfer nicht verbessern. Schon gar nicht bei einer Rückkehr zu seinem früheren Klub AC Mailand. Aber in der Metropole der Lombardei wohnt seine Familie, immer wieder reist er in seiner Freizeit im Privatjet von Dortmund nach Mailand. Was ihm schon einigen Ärger mit dem Verein und auch Trainer Thomas Tuchel einhandelte, der ihn sogar vor dem Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon wegen eines Mailand-Kurztrips suspendierte.

Eine Geschichte, die längst vergessen ist. Tuchel betonte zuletzt immer wieder, dass die Borussia ihre Ziele nur mit Aubameyang erreichen könne. Vielleicht pokert der Gabuner derzeit einfach nur ein bisschen um eine Aufbesserung seines Gehalts in Dortmund, das bei geschätzten sieben bis acht Millionen Euro pro Jahr liegen soll. Ein entscheidendes Tor in seinem vierten Finale in Folge mit dem BVB dürfte dafür ein gutes Argument sein. „Jetzt möchte ich den Pokal auch endlich gewinnen“, beteuert der Angreifer, der sich übrigens erst vor einigen Wochen ein Haus in Dortmund gekauft hat, ganz in der Nähe seines Kumpels Marco Reus. Ganz aussichtslos scheinen die Aussichten des BVB auf ein Verbleiben des Topstürmers vielleicht doch nicht zu sein.

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