Borussia Dortmund in der Europa Legaue

Aubameyang nach "One-Man-Show" beim 3:1 in Baku voller Titel-Optimismus

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"Wir sind gut im Rennen, und wenn wir genauso weitermachen, warum sollen wir das Ding nicht gewinnen?", meinte Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang von Borussia Dortmund nach dem 3:1 in Baku gegen FK Qäbälä.

Baku/Dortmund - Er behandelte ihn wie einen Pokal. Vorsichtig, fast liebevoll, auf jeden Fall aber ungemein stolz hielt ihn Pierre-Emerick Aubameyang in der Hand, wollte ihn während des Rückflugs kaum einmal loslassen. Und es kümmerte ihn auch nicht, dass seine Trophäe, nämlich der Ball, mit dem er beim 3:1 (2:0)-Sieg von Borussia Dortmund im dritten Vorrundenspiel der Europa League in Baku gegen FK Qäbälä alle drei Tore für die Schwarz-Gelben geschossen hatte, ein wenig schmutzig war. "Ich bin sehr sehr glücklich, dass ich die drei Tore erzielt habe", strahlte der Gabuner.

Der 26-Jährige durfte aber nicht nur das Spielgerät mit nach Dortmund nehmen, sondern es prasselten auch noch von allen Seiten Lob auf den Angreifer nieder. "Er hat alles überstrahlt. Sein Hunger, seine Ausstrahlung und die Torgefahr sind vorbildlich. Wir können uns nur wünschen, dass die anderen auch nachziehen", sagte Trainer Thomas Tuchel.

Es war in der Tat eine "One Man-Show", die Aubameyang im Bakcell Stadion in Baku abgeliefert hatte. Und mit der er dafür gesorgt hatte, dass die Dortmunder weiter Tabellenführer der Gruppe C sind und am nächsten Spieltag schon den Einzug in die K.o.-Runde perfekt machen könnten.

"Man darf ihn keine Sekunde aus den Augen lassen. Mit seiner Dynamik und Schnelligkeit ist er schwer zu verteidigen. Und er hat auch an seiner Chancenverwertung gearbeitet. Mir fällt keine Schwäche ein", staunte Matthias Ginter über seinen Teamkollegen.

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Ilkay Gündogan verriet derweil, wie froh er ist, dass er nur selten gegen den Aubameyang spielen muss. "Im Training muss ich kaum einmal gegen ihn verteidigen", lachte der deutsche Nationalspieler. "Obwohl er eigentlich nicht ganz der klassische Stoßstürmer ist, hat er sich top entwickelt. Er ist zu einem der Besten in der Bundesliga und vielleicht Europa geworden. Das ist eine richtig gute Qualität, die wir vorne haben."

Nach Meinung von Gündogan muss Aubameyang auch den Vergleich zu Robert Lewandowski, dem überragenden Angreifer des FC Bayern München und früheren Star des BVB, nicht scheuen. "Das sind beides Weltklassestürmer. Lewi hat seine Stärken ein bisschen mehr im Ballhalten. Selbst wenn er zwei oder drei Mann gegen sich hat, ist es schwer, an den Ball zu kommen. Aubas Qualität ist es mehr, wenn man ihn in die Räume schickt. Dadurch kann er sein Tempo ausspielen. Das sind zwei fantastische Stürmer."

Weniger fantastisch war allerdings das, was die Dortmunder in der ersten Viertelstunde abgeliefert hatten. Denn da hätten sie sich nicht beklagen können, wenn sie angesichts der drei Großchancen von Qäbälä in Rückstand geraten wären.

"Wir haben schlecht verteidigt", analaysierte Tuchel. "Und das in allen Bereichen, also sowohl im Umschalten der Offensivreihe als auch im gewöhnlichen Zweikampf."

Ein Grund in den Augen des Dortmunder Fußball-Lehrers für diese anfängliche Schwäche, die in dieser Saison nicht das erste Mal zutage getreten ist, sind die sportlich nicht ganz so attraktiven Vorrundenspiele der Europa League, bei denen seine Akteure nicht die 100 prozentige Konzentration aufzubringen scheinen: "Es kann natürlich sein, dass die Anspannung nicht die gleiche ist wie in einem Bundesligaspiel oder in einem Wettbewerb in der K.o.-Phase. Das halte ich für relativ normal. Man darf da keine knisternde Atmosphäre erwarten."

Doch das soll sich im weiteren Verlauf der Europa League ja noch ändern – die Tore von Pierre-Emerick Aubameyang sollen dafür sorgen, dass es weit geht für den BVB. "Wir sind gut im Rennen, und wenn wir genauso weitermachen, warum sollen wir das Ding nicht gewinnen?", meinte der Angreifer.

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