Gewaltbereite griechische Fans werden erwartet

BVB - Saloniki: Dortmunder Polizei bereitet sich auf Großeinsatz vor

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Beim Hinspiel in Saloniki gab es Ausschreitungen.

Dortmund - Für Donnerstag um 19 Uhr ist die Europa-League-Partie von Borussia Dortmund gegen Paok Saloniki angesetzt. "Diese Begegnung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zusätzlich zu den vielen Dortmundern und Besuchern, die zum Einkaufen und zum Weihnachtsmarkt in die Innenstadt von kommen, mehrere zehntausend Fußballfans nach Dortmund locken", ahnt die Polizei und bereitet sich auf einen Großeinsatz vor, weil zudem weniger Parkplätze zur Verfügung stehen.

Der Parkraum rund um den Signal-Iduna-Park ist zudem durch Erstaufnahmeeinrichtungen (An der Buschmühle "D2" und Parkplatz "E3" an der Ardeystraße) sowie durch den Zirkus "Flic Flac" an der Victor-Toyka-Straße (Parkplatz E 3) stark eingeschränkt.

"Deswegen appellieren wir an alle Besucher der Dortmunder Innenstadt: Planen Sie ihren Ausflug rechtzeitig und vorausschauend. Rechnen Sie mit Wartezeiten. Parkraum ist zwar in der Stadt und im Stadionumfeld vorhanden, allerdings nicht unbegrenzt. Nutzen Sie den ÖPNV", so die Polizei, die ergänzt: "Wir heißen alle friedlichen griechischen Fans und fußballinteressierten Besucher herzlich in Dortmund willkommen!"

Alle Fußballfans seien nachdrücklich aufgerufen, sich friedlich und fair zu verhalten, das Abbrennen von Pyrotechnik zu unterlassen und sich von Gewalttätern zu distanzieren. "Die Dortmunder Polizei wird diese Appelle auch in griechischer Sprache kommunizieren", heißt es.

BVB spielt 1:1 in Saloniki

Bereits ab Mittwoch, 9. Dezember, wird die Polizei starke Präsenz zeigen. "Zahlreiche Einsatzkräfte werden im Innenstadtbereich deutlich sichtbar sein und wenn nötig, konsequent gegen Straf- und Gewalttäter einschreiten", so die Polizei.

Einsatzleiter Polizeidirektor Edzard Freyhoff: "Wir bedauern, dass unserem Vorschlag, das Gästekartenkontingent aus Sicherheitsgründen deutlich zu reduzieren, seitens des DFB und der Uefa nicht gefolgt wurde. Wir haben auf Grund des bisherigen gewalttätigen Verhaltens von Paok-Anhängern auf eine Reduzierung um die Hälfte gedrängt."

Anlass zur Sorge gaben vor allem die letzten Spielbegegnungen von Paok im Ausland sowie die Ausschreitungen in Griechenland beim Hinspiel. Die Dortmunder Polizei hatte den Verbänden eine umfangreiche Dokumentation übersandt, was aber auch letztendlich nicht zu der erhofften Kartenreduzierung führte. Somit werden zu der Spielbegegnung bis zu 4000 Paok-Anhänger erwartet. - eB

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