Nach dem Supercup

Sahin zum Video-Schiedsrichter: „Halte davon nichts“

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Das ist eine der Szenen, die für Diskussionen sorgte.

"Hand", schrie Sahin nach dem 2:2-Ausgleichstreffer kurz vor dem Ende des Supercups zwischen Dortmund und den Bayern. Doch es half nichts, der Treffer zählte und Sahin übt deutliche Kritik am Video-Assistenten.

Die Konfusion war groß. Die Dortmunder lagen im Duell um den Supercup (4:5 nach Elfmeterschießen) gegen den FC Bayern München nach einer bärenstarken Anfangsphase und dem Treffer des agilen Christian Pulisic in Führung. Ex-Borusse Robert Lewandowski traf mitten in der schwarz-gelben Drangphase zum 1:1. Dass Nationalspieler Joshua Kimmich, der den Ball punktgenau für „Lewy“ in die Mitte flankte, zuvor im Abseits gestanden hatte, schien zumindest für die Stadionbesucher offensichtlich zu sein. 

Da begann die Blamage der DFL. Denn der vom Schiedsrichter Felix Zwayer angeforderte Videobeweis lag wegen „technischer Probleme“ nicht vor, wie DFL und DFB in einer Stellungnahme nach dem Duell einräumten. Der Video-Referee Tobias Stieler studierte alle zur Verfügung stehenden Kameraeinstellungen und kam zu dem Ergebnis, dass Kimmich zum Zeitpunkt des Passes von Sebastian Rudy nicht im Abseits stand. Eine korrekte Entscheidung, wie später auch noch mit Hilfe der „Abseits-Linien“ der DFB-Schiedsrichter via Facebook belegt wurde. 

Dennoch steht BVB-Regisseur Nuri Sahin auf Kriegsfuß mit dem seit dieser Saison eingeführten technischen Hilfsmittel. „Der Videobeweis ist nicht so meins“, tat Sahin kund. Der 28-Jährige bezog sich auf die Szene des 2:2, als der Ball aus dem Gewühl heraus im Dortmunder Tor landete. 

„Mir hat jemand gesagt, dass die Hand im Spiel war. Dann schreie ich ‚Hand‘ und dann sagt der Schiri zu mir: ‚Was für ein Handspiel?‘ Dann stehst du da und hoffst, dass der Video-Schiedsrichter ein Handspiel entdeckt“, so die ersten Erfahrungen von Sahin, der aber freimütig bekannte: „Ich hatte natürlich gehofft, dass es zu unseren Gunsten entschieden wird.“ 

Sahin: "Tut dem Fußball nicht gut"

Vorbereitet wurden die Borussen auf solche Szenen in der jährlichen Regelschulung vor Saisonbeginn. „Die war in diesem Jahr wegen des Video-Assistenten intensiver“, berichtet der Türke. Bereits im Trainingslager in Bad Ragaz übte er Kritik an der Neuerung: „Der Fußball lebt von den schnellen Entscheidung. Jetzt stehen wir bald auf dem Platz und warten auf eine Entscheidung. Das ist unnötig. Ich glaube nicht, dass es dem Fußball gut tut.“

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