Niederlage bei Atletico Madrid

"Ungewohnte Situation" für den BVB vor Duell mit den Bayern

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Nach 16 Partien ohne Niederlage verlor der BVB bei Atletico Madrid erstmals ein Pflichtspiel unter der Regie von Chefcoach Lucien Favre.

Borussia Dortmund weiß seit Ateltico Madrid wieder wie es ist, ein Spiel zu verlieren. Allzu hoch wollen die BVBler die Niederlage vor dem Duell mit dem FC Bayern aber nicht hängen.

Madrid - Die Dortmunder Himmelsstürmer haben wieder Bodenkontakt. Dass die Erfolgsserie des neuen Trainers Lucien Favre im 16. Pflichtspiel mit dem 0:2 (0:1) in der Vorrunde der Champions League bei Atlético Madrid riss, wird laut Sebastian Kehl keine Auswirkungen auf den Bundesliga-Gipfel am Samstag (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) gegen den FC Bayern München haben.

„Diese Niederlage ist kein Beinbruch“, beteuerte der Leiter der Lizenzspielerabteilung. „Und irgendwann musste sie ja mal kommen. Wir haben immerhin den direkten Vergleich mit Atlético für uns entschieden, stehen in der Tabelle der Gruppe A immer noch auf Platz eins.“

Bis zum Wochenende sei laut Kehl zudem ausreichend Zeit, die richtigen Schlüsse und Lehren daraus zu ziehen. „Dann wird die Vorfreude kommen. Das Spiel gegen die Bayern ist immer noch ein Highlight. Wir lassen uns durch das 0:2 in Madrid nicht verunsichern.“

Zahl der Abschlüsse unterirdisch

Laut Kehl waren die Borussen im Estadio Wanda Metropolitano im Offensivspiel einfach nicht effektiv genug. In der Statistik lag der BVB nur in der Kategorie Ballbesitz (63 Prozent) deutlich vorn. Doch daraus machte der Bundesligist mit zu vielen Ballverlusten im Aufbau deutlich zu wenig.

Nahezu unterirdisch war die Anzahl der Abschlüsse der Schwarz-Gelben. Ganze viermal flog der Ball in Richtung Atlético-Gehäuse, nicht einmal ging er direkt auf das Tor von Madrids Schlussmann Jan Oblak. Das bedeutet Vereinsminusrekord, seitdem es die Aufzeichnungen bei der Uefa (2003) gibt.

Borussia Dortmund verliert auswärts gegen Atlético Madrid

Dagegen musste Dortmunds Torhüter Roman Bürki, der sich als einziger Borusse eine gute Note verdiente, gleich sechs Paraden zeigen. Die beiden Tore durch Saúl Niguez (33.) und Antoine Griezmann (80.) konnte er nicht verhindern. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker

Zurück auf dem Boden der Realität

„Es ist keine Schande, bei Atlético zu verlieren“, meinte der Schweizer. „Wir müssen jetzt damit umgehen.“ Bürki erhofft sich sogar eine positive Auswirkung der ersten Niederlage unter seinem Schweizer Landsmann Favre. „Vielleicht ist es ganz gut, dass wir mal wieder auf den Boden der Realität zurückgekommen sind. Schließlich haben wir jetzt am Wochenende ein ganz wichtiges Spiel.“

Dass die Mannschaft bisher vielleicht über ihre Verhältnisse gespielt hat, glaubt Bürki nicht. „Wir haben doch Woche für Woche unsere Leistungen bestätigt. Deswegen glaube ich nicht, dass wir besser gespielt haben als wir können. Es ist einfach gut gelaufen.“

Laut Bürki soll es gleich am Samstag gegen die Bayern wieder zurück in die Erfolgsspur gehen „Wir werden alles daran setzen, dieses Spiel zu gewinnen, um in der Tabelle weiter oben zu bleiben.“

"Intensive Woche"

Ähnliche Worte fand Mario Götze, der nach überstandener Bronchitis erst in der Schlussphase eingewechselt wurde. „

Die Niederlage bedeutet für uns eine ungewohnte Situation. Es ist eine intensive Woche mit Atlético und Bayern. So gerne wir hier Punkte mitgenommen hätten: Wir können stolz auf die bisherigen Ergebnisse sein. Wir gewinnen und wir verlieren zusammen. Am Samstag ist es ein neues Spiel.“

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