Neuer BVB-Kapitän Hummels in der Warteschleife

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Mats Hummels

DORTMUND - Weltmeister Mats Hummels wird zu Saisonbeginn von Muskelbeschwerden geplagt. Bei Borussia Dortmund wird der neue Kapitän schmerzlich vermisst.

Die Woche hatte sich Mats Hummels anders vorgestellt. Am Dienstag wollte der Weltmeister beim Test von Vizemeister Borussia Dortmund beim Regionalligisten Waldhof Mannheim (4:0) erstmals nach seinem Urlaub wieder Spielpraxis sammeln und dann drei Tage später beim FC Augsburg den BVB erstmals als neuer Kapitän aufs Feld führen. Doch eine Muskelverletzung macht dem Nachfolger des langjährigen Dortmunder Spielführers Sebastian Kehl 44 Tage nach dem WM-Triumph von Maracana einen Strich durch die Rechnung.

"Ihn plagt eine reaktive Verspannung in der Muskulatur" berichtete Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. Dies hat zur Folge, dass der Coach erst am 13. September im Heimspiel gegen den SC Freiburg wieder mit Hummels plant.

Dass der WM-Shootingstar eine wichtige Säule beim Vizemeister ist, zeigte sich in dessen Abwesenheit beim 0:2 zum Bundesliga-Saisonauftakt der Westfalen gegen Bayer Leverkusen. Hummels, der nicht nur defensiv, sondern auch im Spiel nach vorne eine zentrale Figur beim BVB ist, wurde schmerzlich vermisst. Um seine Qualitäten abrufen zu können, muss der 25-Jährige aber im Vollbesitz seiner Kräfte sein. "Es bringt nichts, ihn zu früh reinzuwerfen", sagte denn auch Klopp. Hummels selbst macht sich trotz der aktuellen gesundheitlichen Probleme keinen Kopf. "So etwas habe ich öfters mal in der Vorbereitung. Das passiert durch die intensiven Einheiten", sagte der Abwehrstratege relativ gelassen.

Von einer längeren Pause geht Hummels, der in Brasilien nicht nur wegen seiner beiden Turniertreffer ein Stütze der deutschen Mannschaft war, nicht aus. Dass er für die ersten Länderspiele der neuen Saison nominiert wurde, wertete er als gutes Zeichen. "Ich habe Lust auf diese beiden Spiele", hatte der 36-malige Nationalspieler bereits vor der Nominierung von Joachim Löw am Donnerstag gesagt.

Hummels hatte mit dem Bundestrainer lange am Telefon über seine aktuellen Beschwerden gesprochen und Löw die Entscheidung überlassen. Ob der neue Abwehrchef der DFB-Auswahl beim September-Doppelpack dann aber tatsächlich spielt, bleibt abzuwarten. Bei der Neuauflage des WM-Finales gegen Argentinien in Düsseldorf würde Hummels natürlich gerne dabei sein, schließlich würden dann am Mittwoch kommender Woche die Erinnerungen an den 13. Juli in Maracana, wo er zum deutschen Siegerteam zählte, noch einmal verstärkt.

Aus anderen Gründen möchte er auch beim Start in die EM-Qualifikation vier Tage später gegen Schottland auf dem Platz stehen. Denn dieses Match findet in seinem Wohnzimmer Signal Iduna Park in Dortmund statt, wo er sich gerne zum ersten Mal in dieser Saison seinen Fans präsentieren würde. -sid

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