Nachspiel für Jürgen Klopp, Hoffen auf Reus

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Marco Reus und Jürgen Klopp.

DORTMUND - Jürgen Klopp droht nach seiner neuerlichen Verbannung auf die Tribüne ein sportjuristisches Nachspiel. Wie der DFB bestätigte, nimmt der Kontrollausschuss Ermittlungen auf. Der Coach war am Samstag beim Spiel gegen Mönchengladbach (1:2) zum wiederholten Mal der Coaching-Zone verwiesen worden.

"Dass Jürgen Klopp Wiederholungstäter ist, kann Einfluss auf das Urteil des Sportgerichts haben", wurde der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner in der "Bild" zitiert.

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Referee Deniz Aytekin hatte nach eigenem Bekunden in seinem Bericht festgehalten, "das sich Herr Klopp mehrfach unflätig verhalten" habe.

Für die Maßnahme des Schiedsrichters brachte der Coach jedoch wenig Verständnis auf: "Ich bin in meinem Leben oft zu Recht bestraft worden. Diesmal nicht", hatte er wenige Minuten nach der Partie kommentiert. "Ich habe nur gerufen 'Und da pfeifst du nicht?'. Allerdings mit meinem inzwischen weltbekannten Gesichtsausdruck. Dafür kann er mich nicht wegschicken."

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sieht keinen Grund für eine Strafe: "Ich muss Jürgen Klopp in diesem Fall zu 100 Prozent in Schutz nehmen. Er hat niemanden beleidigt. Was Klopp getan hat, machen 17 andere Trainer auch."

Der als Heißsporn bekannte Klopp war zuletzt im Champions-League-Spiel der Borussia beim SSC Neapel nach einem Protest beim 4. Offiziellen aus dem Innenraum verwiesen worden. Die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) belegte ihn deshalb Anfang Oktober mit einer Sperre von insgesamt zwei Partien.

In Deutschland kam Klopp bisher immer mit Geldstrafen davon. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 48.000 Euro.

Unterdessen sind die Chancen auf eine baldige Rückkehr von Marco Reus in den Kader von Borussia Dortmund gestiegen. "Die Hoffnung ist da, dass seine Verletzung so weit ausgeheilt ist, um ihn einsetzen zu können", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc dem "Kicker" (Montag) mit Blick auf das Achtelfinal-Rückspiel des Fußball-Bundesligisten in der Champions League am Mittwoch gegen Zenit St. Petersburg (20.45 Uhr).

Nationalstürmer Reus hatte der Borussia in den vergangenen beiden Bundesligaspielen in Freiburg (1:0) und gegen Borussia Mönchengladbach (1:2) wegen muskulärer Probleme gefehlt.

Die 1:2-Pleite gegen Mönchengladbach in Bildern

BVB verliert 1:2 gegen Mönchengladbach

Nach dem 4:2 vor drei Wochen in Russland würde der Vorjahresfinalist aus Dortmund selbst bei einer knappen Niederlage in die Runde der letzten acht Teams einziehen. Der gegen Mönchengladbach gesperrte Henrich Mchitarjan kehrt in die Startformation zurück. - dpa

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