Vom Sorgenkind zum Matchwinner

Nach 5:0-Sieg gegen Wolfsberger AC: Viel Lob für BVB-Profi Mkhitaryan

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Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (links) bejubelt sein Tor zum 4:0 mit Dortmunds Lukasz Piszczek.

Dortmund - Mit einem 5:0-Kantersieg über den am Ende überforderten Wolfsberger AC zog der BVB in die Playoffs der Europa League ein. Dabei trumpfte der dreifache Torschütze Henrikh Mkhitaryan groß auf. Selbst Trainer Thomas Tuchel geriet ins Schwärmen.

Thomas Tuchel hatte gut lachen. Viel besser als beim 5:0 (0:0)-Kantersieg seiner neuen Mannschaft über den Wolfsberger AC hätte es bei seinem Heimdebüt als Trainer von Borussia Dortmund kaum laufen können. Bei allem Lob für das gesamte Team und aller Freude über den Einzug in die Playoffs der Europa League kam der prächtig gelaunte Fußball-Lehrer nicht umhin, einen Spieler besonders hervorzuheben.

Denn ausgerechnet der noch in der vorigen Saison als Sorgenkind eingestufte Henrikh Mkhitaryan avancierte als dreifacher Torschütze zum umjubelten Hauptdarsteller. "Er ist ein absoluter Musterprofi. Sein Talent, seine Arbeitseinstellung und seine Höflichkeit dienen uns als Vorbild", schwärmte der Coach.

Es scheint, als könne der armenische Nationalspieler sein großes Potenzial im dritten Jahr beim BVB endlich auf den Platz bringen. Der Hattrick in weniger als einer Viertelstunde (73./82./86.) sorgte beim sensiblen und mitunter zu selbstkritischen Profi für große Erleichterung: "Das gibt Selbstvertrauen", sagte Mkhitaryan voller Hoffnung auf mehr Erfolgserlebnisse als in der für ihn enttäuschenden zurückliegenden Spielzeit.

Es ist ein Verdienst von Tuchel, dass Mkhitaryan noch immer beim BVB spielt. Beim Start in die Vorbereitung galt der Mittelfeldspieler als Transferkandidat und wurde bei Clubs vornehmlich aus Italien gehandelt. Dem Vernehmen nach setzte sich der neue BVB-Coach jedoch vehement für dessen Verbleib ein. Nicht zuletzt deshalb war Mkhitaryan nach der Partie voll des Lobes für den Klopp-Nachfolger: "Er hat mir Mut gemacht. Nun versuche ich, ihm das auf dem Platz zurückzuzugeben."

Mkhitaryan trug entscheidend dazu bei, dass der BVB nach schwacher ersten Halbzeit in den zweiten 45 Minuten mächtig aufdrehte. Marco Reus (48.) und Pierre-Emerick Aubameyang (67.) rundeten den sehenswerten Auftritt ab. Damit blieb den Dortmundern eine ähnliche Zitterpartie wie beim 1:0 im Hinspiel erspart.

Schon am Sonntag steht im Pokalduell beim Chemnitzer FC die nächste Pflichtaufgabe an. Kapitän Mats Hummels hofft auf ein weiteres Erfolgserlebnis: "Wir müssen dem Gegner von Anfang an das Gefühl geben, das gegen uns nichts zu holen ist. Dann bleibt uns eine Pokalüberraschung erspart." - dpa

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