Park und Co.

Mögliche Winter-Wechsel bei Borussia Dortmund

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Interesse an Nuri Sahin (rechts) soll der italienische Erstligist AC Florenz haben.

Dortmund - Im Sommer gab es den großen Umbruch beim BVB. Acht Spieler verpflichtete Borussia Dortmund, fünf verließen den Klub. Im Winter könnten noch weitere Abgänge hinzukommen.

Knapp 110 Millionen Euro investierte Vize-Meister Borussia Dortmund im Sommer in neues Personal, in etwa die gleiche Summe nahmen die Borussen für die fünf Abgänge ein.

Mats Hummels, Ilkay Gündogan, Henrikh Mkhitaryan, Jakub Blaszczykowski und Moritz Leitner verabschiedeten sich im Sommer vom BVB, im Winter sind weitere Abgänge durchaus möglich.

Da wäre zum einen Linksverteidiger Joo-Ho Park. Der Südkoreaner (Vertrag bis 2018) war im Juli 2015 vom FSV Mainz 05 nach Dortmund gewechselt, kostete die stolze Ablösesumme von drei Millionen Euro. In der laufenden Saison bringt er es in der Bundesliga auf 64 Spielminuten, verteilt auf zwei Partien. Für die Champions League ist Park nicht gemeldet. Schon im Sommer hätten ihm die Westfalen wohl keine Steine in den Weg gelegt, mangels Interessenten blieb Park in Dortmund. Mainz-Trainer Martin Schmidt sagte damals: "Ich hatte ihn gewarnt, dass er beim BVB nur Backup ist; genau so ist es gekommen."

Borussia Dortmund - Sporting Lissabon 1:0

Die Chancen, die Park bekam, blieben ungenutzt. Beim Spiel in Ingolstadt (3:3) war er überfordert, wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Hinten links ist der zuletzt verletzte  Kapitän Marcel Schmelzer gesetzt, er wurde in Abwesenheit von Felix Passlack ersetzt - und das überzeugend. Gibt es im Winter Interessenten für Park, dürfte er wohl gehen.

Etwas sensibler ist die Personalie Nuri Sahin. Lange wurde der türkische Nationalspieler von Verletzungen ausgebremst, im Sommer-Trainingslager in Bad Ragaz sprühte er vor Tatendrang. Die magere Bilanz bisher: 68 Minuten Spielpraxis im DFB-Pokal. 

Sahin ist beliebt bei den Fans, genießt hohes Ansehen in der Mannschaft und bei den Verantwortlichen.  Sein sportlicher Stellenwert ist jedoch nicht mehr der größte, auf der zentralen Position vor der Abwehr ist die Konkurrenz in Person von Julian Weigl, Sebastian Rode und wahlweise auch Gonzalo Castro groß. "Alle haben eine Nasenlänge Vorsprung", sagte Trainer Thomas Tuchel kurz nach dem Saisonstart.

Interesse aus Italien?

Der Mittelfeldspieler (Vertrag bis 2018) wäre nach Jakub Blaszczykowski der nächste Publikumsliebling, der den Verein verlässt. Zuletzt gab es Gerüchte um ein mögliches Interesse des AC Florenz, bei dem auch Blaszczykowski im Vorjahr auf Leihbasis gespielt hatte. 

Dritter im Bunde der möglichen Winter-Abgänge ist Neven Subotic. Auch sein Status: Publikumsliebling, aber ohne echte Chance auf Spielpraxis. Seit März plagte er sich mit einer Thrombose im Arm herum, weswegen im Sommer auch sein Wechsel zum FC Middlesbrough nach England scheiterte. Er hätte gehen dürfen, war bereits vom Training freigestellt. 

Seit Mittwoch ist der Serbe wieder im Mannschaftstraining, auch er hat beim BVB enorme Konkurrenz. Sokratis und Marc Bartra sind quasi gesetzt. Hinzu kommt Matthias Ginter, der flexibler ist als Subotic und auch als Außenverteidiger spielen kann. 

Im Fall Subotic dürfte es im Winter ähnlich aussehen wie im Sommer: Wird er sich mit einem Verein einig, legt ihm der BVB keine großen Steine in den Weg.

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