Saison 2019/20 

Sportdirektor Zorc über Ziele des BVB: "Wollen Meister werden"

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BVB-Sportdirektor Michael Zorc war bestens gelaunt.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc zeigt sich am Freitag bestens gelaunt und sprach in einer Medienrunde über die Ziele des BVB, die weitere Transferpolitik und andere Dinge.

Dortmund – Laue 23 Grad, leichte Wolken über dem Trainingsplatz im Dortmunder Stadtteil Brackel und ein erholt wirkender BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Die Hände stecken locker in der dunkelblauen Jeans, sein weißes Hemd ist zugeknöpft, immerhin sind die Ärmel aber etwas hochgekrempelt. Und das gilt jetzt: Bei Borussia Dortmund startet die Arbeit, der Kader muss noch ausgedünnt werden, der Blick richtet sich auf die neue Saison. Und da ist man ehrgeizig – das Ziel ist die Meisterschaft.

Noch längst nicht alle Profis waren am Freitag dabei. Die Nationalspieler rund um Kapitän Marco Reus weilen noch im Urlaub, Lukasz Piszczek absolvierte eine individuelle Einheit. Ein Problem für die Saisonplanung ist das nicht, in Dortmund ist man es gewohnt, dass nicht alle Spieler gleichzeitig starten. Zorc beruhigt: „Die Vorbereitung ist ausreichend lang.“ Bis zum Saisonstart im August sind alle auf einem guten Fitnessstand. „Die Mannschaft macht einen guten Eindruck. Die Tests sind soweit absolviert. Wir warten auf die Ergebnisse. Aber nach allem, was wir jetzt schon sehen, können wir gut Ergebnisse erwarten“, erklärt Zorc.

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BVB will Meister werden – Mannschaft gibt sich selbst ein Ziel

Um gute Ergebnisse geht es aber nicht nur auf dem Laufband oder dem Ergometer. In dieser Saison will der Vizemeister von Beginn an oben angreifen. Kein Versteckspiel, kein Herumdruckse. Sagen, was ist: Borussia Dortmund will um die Meisterschaft spielen. „Das ist eine Einstellung, die sich aus der letzten Saison ergeben hat, die wir zeitnah danach entwickelt und kommuniziert haben. Die letzte Saison ist eine riesige Motivation für uns gewesen“, sagt Zorc. Innerhalb des Teams sei diese Zielsetzung ebenfalls klar. „Das ist jetzt eine Verpflichtung, da anzuknüpfen. Das Ziel ist es, um die Meisterschaft mitzuspielen. Das kommt aus der Mannschaft heraus, das sieht man ja auch an den Statement von Marco Reus“, so der Sportdirektor.

Zorc erklärt die Rolle von Mats Hummels: Er soll anführen

Damit es gelingt, hat Dortmund fleißig am Kader gebastelt. Königstransfer Mats Hummels schreitet am Freitag voran in der ersten medienöffentlichen Einheit, gibt wortwörtlich die Marschrichtung vor. „Mats ist für mich der beste deutsche Innenverteidiger über viele Jahre. Sein Können in der Liga und auch international hat er unter Beweis gestellt. Natürlich erwarten wir eine Führungsrolle von ihm – dafür haben wir ihn zurückgeholt", so Zorc. Auftrag und Verpflichtung zugleich.

Zorc und die Transfers beim BVB: Spieler sollen noch gehen

Stichwort Verpflichtung ist so eine Sache bei den Schwarzgelben. Der Kader ist zu groß. 36 Mann zählt er. Es drubbelt sich nicht nur im Mittelfeld, auch in der Defensive ist es zu voll. Dinge, die der Sportdirektor im Auge haben muss. „Eine Wunschgröße gibt es nicht. Wir hatten in der letzten Saison gerade am Anfang ja auch einen sehr großen Kader. Wenn man viele Pflichtspiele hat, ist ja auch nicht verkehrt, wenn der Kader etwas größer ist“, relativiert Zorc zwar. Er weiß aber auch: „Gehen Sie davon aus, dass sich auf der Abgabe-Seite noch einiges tun wird.“

Abdou Diallo äußert sich zu PSG-Gerüchten

Einen, den es dort treffen könnte, ist Abdou Diallo. Der Innenverteidiger würde wohl auch gerne an der Mission Titelgewinn mitwirken – vielleicht aber mit einem anderen Arbeitgeber. Paris St. Germain sei angeblich auf ihn aufmerksam geworden. „Es ist eine Form der Anerkennung meiner Leistung, dies zu hören", sagte Diallo der französischen Sportzeitung L'Equipe. Im selbigen Interview schoss er dann sogar etwas gegen Trainer Lucien Favre. Bereits in der vergangenen Saison kam Diallo in der Rückrunde zumeist als Linksverteidiger zum Einsatz. "Es ist frustrierend, weil man die großen Spiele auf einer Position spielen will, auf der man am besten agieren kann. Ein paar Spiele auf dem Flügel sind okay. Aber über mehrere Saisons hinweg ist dies nicht mein Projekt", kritisierte der Franzose. Zorc sollte solche Dinge im Auge behalten. Ansonsten steckt seine Hand bald nicht mehr locker in der Jeans, sondern ballt sich zur Faust – Unzufriedenheit im Kader ist gefährlich. Und kann die ehrgeizigen Ziele gefährden.

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