20-Millionen-Neuzugang

"Millinski" Philipp - Der nächste Reus oder teurer Bankdrücker?

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Maximilian Philipp stürmt künftig für den BVB.

Tychy - 20 Millionen Euro soll der BVB für Maximilian Philipp auf den Tisch gelegt haben, um ihn vom SC Freiburg loszueisen. Doch wer ist der teure Neuzugang überhaupt? Was sind seine Stärken und Schwächen, wo liegen seine Wurzeln? Wir begeben uns auf Spurensuche.

"Hope is not a dream, but a way of making dreams reality." Die Hoffnung zur Realität werden lassen - dieser auf den Arm von Maximilian Philipp tätowierte Satz passt perfekt zu seiner aktuellen Entwicklung. Die Hoffnung auf den Titel bei der U21-Europameisterschaft mit der deutschen Auswahl in Polen lebt und ist nach dem Erfolg gegen England (6:5 nach Elfmeterschießen) nur noch einen Sieg im Finale gegen Spanien (Freitag, 20.45 Uhr/ live in der ARD) entfernt.

Die Hoffnung auf einen Wechsel nach Dortmund, zu "einem der größten Vereine weltweit" (Philipp), hat sich bereits erfüllt. Zur Realität könnte auch sein Wunsch, sich beim BVB weiterzuentwickeln, werden. Denn die Anlagen sind vorhanden.

New Chapter #bvb#blackandyellow#believe

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Die Vergleiche mit dem Dortmunder Superstar Marco Reus kommen nicht von ungefähr, die sportlichen Parallelen sind unübersehbar. Wie Reus kann Philipp jede offensive Position besetzen. Wie Reus zieht er bei jeder Gelegenheit mit dem Ball am Fuß nach innen. Wie Reus sucht er dann den Abschluss. Und ebenfalls wie Reus (von Borussia Mönchengladbach) wagte er mit 23 den Sprung zur Borussia. Sicher, vor dem Tor ist der Nationalspieler noch deutlich cooler, auch das taktische Verständnis ist bei Dortmunds Nummer elf größer. 

BVB setzt sich gegen hochkarätige Konkurrenz durch

Doch "Millinski", so der vom ehemaligen Freiburger Mannschaftskollegen Janik Haberer ausgedachte Spitzname, hat eine atemberaubende Saison bei den Breisgauern hinter sich. 27 Spiele, neun Treffer und fünf Vorlagen. Dazu ein explosionsartiger Antritt und präzise Pässe zu den Mitspielern: Das sind nur einige Zutaten, die das Interesse des frisch gebackenen Champions-League-Teilnehmers RB Leipzig und des Meisters FC Bayern München geweckt haben sollen. Beim Wettbieten behielt der BVB dann die Oberhand, musste die stolze Summe von rund 20 Millionen Euro für Philipp hinblättern. 

Und darf sich jetzt auf einen gebürtigen Berliner und Dönerliebhaber, der viel Wert auf einen ausgefallenen Style legt, freuen. Die (Vor-)Freude ist jedoch auf beiden Seiten groß. Der beidfüßige Angreifer, der über Hertha BSC, Tennis Borussia Berlin und Energie Cottbus in die U19 des SC Freiburg gewechselt war und am 5. April 2014 für den SCF sein Debüt in der Bundesliga gab, ist schon heiß auf die "Gelbe Wand" im Dortmunder Stadion: "Für Gegner ist sie angsteinflößend. Ich freue mich darauf, dass ich nun für sie spielen darf und von ihr nach vorne gepeitscht werde."

"Lebemann" Philipp

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Steht mal kein Training oder ein Spiel an, verbringt der gläubige Christ seine Freizeit gerne "chillend" auf der Couch. Oder postet Fotos in bei Instagram. Dicker Mercedes, lässige Klamotten mit noch lässigeren Sprüchen ("Ich koof den janzen Laden und schmeiß dich raus"). Weiteres häufiges Motiv: seine Mutter. Zu ihr hat er ein enges Verhältnis. Sie telefonieren regelmäßig und reisen beispielsweise nach New York.

NY at Night #empirestatebuilding#newyork#mum

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Nach dem wohlverdienten Urlaub wird der Blondschopf auf den nächsten beiden Reisen vorerst mit dem BVB vorlieb nehmen müssen. Zunächst vom 13. bis zum 19. Juli nach Asien, anschließend gehts in die Schweizer Alpen nach Bad Ragaz (26.7. - 2.8.). Dann gilt es, den neuen Trainer Peter Bosz von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Nicht mehr nötig ist das bei Sportdirektor Michael Zorc, der bereits in den höchsten Tönen schwärmt: "Er ist im offensiven Mittelfeld vielseitig einsetzbar, abschlussstark und hat eine glänzende Perspektive."

Stammplatz? Warum nicht!

Welche Träume Philipp beim BVB verfolgt, ist nicht bekannt. Ein Stammplatz dürfte ein Nahziel sein. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn Reus fällt mit einem Kreuzbandanriss wohl noch das gesamte Jahr aus und Offensivkonkurrent Ousmane Dembélé beschäftigt sich mit einem Wechsel. Und nach Titeln giert jeder Profi. Beim aktuellen DFB-Pokalsieger hat er keine schlechten Chancen, diese Hoffnung Realität werden zu lassen.

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