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BVB ohne Marco Rose in die neue Saison? Wirbel um Aussage von Sebastian Kehl

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Von: Simon Stock

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Geht Borussia Dortmund ohne Trainer Marco Rose in die Saison 2022/23? Der künftige BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl sorgte für Wirbel - und ruderte zurück.

Dortmund - Der BVB ist raus aus allen Pokalwettbewerben, in der Bundesliga ist Platz 2 hinter Dauer-Champion Bayern betoniert - es könnte also alles ruhig sein. Doch der Transfer-Poker um Sturm-Star Erling Haaland hält die Fans von Borussia Dortmund in Atem. Und nun befeuerte auch noch der künftige Sportdirektor Sebastian Kehl mit ungeschickten Aussagen die Diskussion um die Zukunft von Trainer Marco Rose.

TrainerMarco Rose
Geboren11. September 1976 in Leipzig
Aktuelle StationBorussia Dortmund

BVB ohne Marco Rose in Saison 2022/23? Sebastian Kehl sorgt für Wirbel

Am Rande des schmucklosen 3:1-Erfolges des BVB am Samstag beim Bundesliga-Prügelknaben Greuther Fürth äußerte sich Sebastian Kehl erstaunlich schwammig über die Zukunft von Trainer Marco Rose in Dortmund. Auf die Frage, ob Rose Trainer bleibe, sagte Kehl bei Sky: „Davon gehe ich heute noch aus.“ Auch bei erneuter Nachfrage bleib die Antwort des Nachfolgers von Michael Zorc inhaltsgleich: „Davon gehe ich aus“. Ein klares Bekenntnis hört sich anders an.

Die Aussagen entfachten - wenig überraschend - einen großen Wirbel. Zumal sie nicht wie aus heiterem Himmel kamen, sondern in eine seit Woche schwelende Debatte zu passen schienen, die durch das teils blamable Ausscheiden in Champions League (gegen Ajax Amsterdam), Europa League (gegen Glasgow Rangers) und DFB-Pokal (gegen Zweitligist St. Pauli) von Dortmund befeuert wurde. Erst kürzlich hatte ein Bundesliga-Experte Trainer Marco Rose infrage gestellt.

Nach nur einer Nacht und bei nächster Gelegenheit rückte Sebastian Kehl seine Aussage gerade. „Ich kann klar sagen, dass das total unglücklich formuliert war“, sagte der aktuelle Lizenzspielerchef des BVB im Sport1-Doppelpass. Und: „Ich kann klar sagen, dass ich mit Marco die kommende Saison plane.“

BVB: Sebastian Kehl rückt Aussagen in Debatte um Trainer Rose zurecht

Auf Nachfrage versicherte Kehl, dass er dies als klares Bekenntnis zu Rose sehe, auch wenn er erneut darauf hinwies, dass er mit dem aktuellen Trainer des BVB nach der Saison „noch ein paar Sachen zu besprechen habe“. Geschehen dürfte das nach dem letzten Saisonspiel am Samstag (14. Mai/Anstoß 15.30 Uhr) gegen Hertha BSC. Dann kommt die „Elefantenrunde“ mit Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc, Matthias Sammer, Sebastian Kehl und Marco Rose zusammen, wie RUHR24 berichtet.

Rose, dessen Vertrag beim BVB bis 2024 gilt, hatte nach dem plötzlichen Wirbel um seine Person schulterzuckend selbst das Machtwort gesprochen. „Ich bin nächstes Jahr noch Trainer von Borussia Dortmund, und ich freue mich sehr darauf, weil ich ein hervorragendes Verhältnis zu meiner Mannschaft habe, weil ich viele Dinge auf den Weg bringen möchte“, sagte Rose.

BVB: Trainer Marco Rose verteidigt vor Gesprächen seine Bilanz

Als ob er seine Arbeit schon einmal vorab verteidigen müsste, fügte er an: „Wir sind Vize-Meister, haben 66 Punkte, das sind jetzt schon mehr als in der letzten Saison.“ Nach dem letzten Heimspiel gegen Hertha BSC werde man „ein paar Transferentscheidungen treffen und mit einiger Menge Power in die neue Saison gehen und ambitioniert sein als Borussia Dortmund, versprochen“, kündigte Rose an.

Der BVB-Kader wird in der Saison 2022/23 ein anderes Gesicht haben als in der zu Ende gehenden Spielzeit. Bei der Sanierung der bröckelnden Verteidigung werden Nico Schlotterbeck (SC Freiburg) und Abwehr-Kante Niklas Süle (Bayern München) helfen. Im Angriff steht der BVB vor einem neuen Rekord-Transfer. Zudem hat Dortmund seine Fühler nach einem Juve-Star ausgestreckt.

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