Trainer-Diskussion

Eberl deutet Abschied von Rose an - Ex-Schalker sieht BVB nicht als nächsten Schritt für Trainer

Trainer Marco Rose befeuert die Gerüchte um einen Wechsel zum BVB. Eine Aussage von Gladbachs Sportdirektor Max Eberl lässt aufhorchen. Heribert Bruchhagen äußert Zweifel.

Hamm - Gemessen an den Zahlen hat die Maßnahme bei Borussia Dortmund nicht gefruchtet. Trainer Edin Terzic, der Nachfolger des entlassenen Lucien Favre beim BVB, holte in seinen neun Bundesliga-Spielen als Chefcoach gerade einmal vier Siege - dazu ein Remis und vier Niederlagen.

NameMarco Rose
Geboren11. September 1976 in Leipzig
Größe1,87 Meter
PartnerinNikola Pietzsch

BVB: Marco Rose vor Wechsel nach Dortmund? Gladbachs Trainer befeuert Gerüchte

Schlechter hätte es Lucien Favre auch nicht gemacht, unken einige. Mittlerweile ist für den BVB sogar die Qualifikation für die Champions League in Gefahr. Auch wenn unter anderem Mats Hummels nach der Dortmunder Pleite in Freiburg seinem Trainer Edin Terzic klar den Rücken stärkte, ist klar: Auch er bekommt die Hauptprobleme der Schwarz-Gelben nicht abgestellt. Über einen Nachfolger wird längst disktuiert.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Verantwortlichen von Borussia Dortmund im Sommer gerne Marco Rose - aktuell bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag - als neuen Chefcoach installieren wollen. Zumal Edin Terzic derzeit kaum Argumente für eine Weiterbeschäftigung sammelt.

Die Gerüchte um Marco Rose als Nachfolger von Edin Terzic beim BVB halten sich hartnäckig. Der Noch-Gladbacher reagiert zunehmend genervt auf die Frage, was den dran sei an den Gerüchten um einen Wechsel zum BVB nach Dortmund. Er dementiert nicht und bekennt sich auf der anderen Seite auch nicht klar zu den Fohlen.

Gerüchte um Wechsel von Marco Rose zum BVB - Gladbachs Sportdirektor Max Eberl lässt aufhorchen

Marco Rose werde „nicht jeden Tag Wasserstandsmeldungen abgeben“, sagte Gladbachs Trainer am Samstag: „Ich habe einen Vertrag bei Borussia Mönchengladbach, bin sehr gerne hier und wir haben einige Ziele in dieser Saison.“ Dank einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2022 gültigen Arbeitspapier dürfte er den Verein im Sommer verlassen.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl bleibt nach Außen hin derweil gelassen. „Es gibt keine Deadline Stand heute“, sagte er am Samstag. Aber: „Natürlich wollen wir so schnell wie möglich eine Entscheidung haben, weil es wichtig für unsere Planung ist.“ Im ZDF ließ er sich zu der bemerkenswerten Aussage drängen, Rose bliebe „zu 98 Prozent“.

Trainer Marco Rose reagiert genervt nach Fragen zu den Gerüchten um einen Wechsel zum BVB nach Dortmund.

Sollten die anderen zwei Prozent am Ende aber greifen, sei es eben so, meinte Max Eberl locker. „Im Profi-Fußball sind gemeinsame Zeiten begrenzt. Das ist ein Geschäft, in dem wir uns befinden“, sagte Gladbachs Sportchef, dem längst Verbindungen zu potenziellen Nachfolgern für Marco Rose nachgesagt werden. Klingt fast so, als wäre die Entscheidung eines Wechsels längst gefallen.

Wechsel von Marco Rose nach Dortmunf fix? Heribert Bruchhagen geht davon aus - und hat Bedenken

Davon ist auch Heribert Bruchhagen überzeugt. „Er geht nach Dortmund, sie werden längst einen Deal gefunden haben“, meinte der ehemalige Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt und des Hamburger SV im Doppelpass auf Sport1.

Dass der Wechsel nach Dortmund für Gladbachs Coach der richtige Weg sei, glaubt der ehemalige Manager von Schalke 04 indes nicht. „Die eigene Entwicklung von Marco Rose kann in Gladbach viel besser vonstattengehen“, sagte Heribert Bruchhagen. Er müsse sich dort nicht großartig mit Präsident Rolf Königs oder dessen Vize Rainer Bonhof unterhalten. „Sie delegieren alles an Max Eberl, sodass Rose nur ihn als Gesprächspartner hat. Zur Entwicklung des Trainers ist diese duale Beziehung Eberl/Rose genau das richtige für die eigene Weiterentwicklung.“

Marco Rose: Auch Marcel Reif sieht Dortmund nicht als großen nächsten Schritt für Gladbachs Coach

Auch Sport1-Experte Marcel Reif sehe für Marco Rose keinen allzu großen Fortschritt in Dortmund im Vergleich zu Gladbach. Beim BVB sei das Entwicklungspotenzial zwar etwas größer, aber „es ist nicht das, wo du sagst: ‚Jetzt werden wir Meister.‘ Ist Dortmund dann wirklich der nächste Schritt? Er kann sich auch sagen: ‚So, jetzt habe ich genug entwickelt, mal sehen, ob sich etwas Anderes ergibt. Und wenn nicht, dann entwickele ich vielleicht noch lieber ein bisschen in Gladbach als dass ich in Dortmund Klopp 2 abgeben soll.‘“ Der langjährige Kommentator verwies auf die Tatsache, dass die jüngsten Trainer des BVB immer wieder mit Jürgen Klopp verglichen worden waren.

Doch Marco Rose als mögliche Nachfolger von Edin Terzic in Dortmund beim ist nach der verlorenen Gladbacher Derby-Niederlage gegen Köln bei den Fans auch nicht mehr unumstritten. Der FPMG Supporters Club kritisierte: „Mit dem Derby spielt man nicht. Wer das Derby als idealen Zeitpunkt für ein Rotationsexperiment ansieht, hat Borussia Mönchengladbach nicht verstanden.“

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare