Gefragtes Talent

Wegen Havertz-Aussage: Bosz stichelt gegen Reus

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Leverkusens Trainer Peter Bosz verteilt eine Spitze gegen BVB-Kapitän Marco Reus.

Marco Reus hat mit seinen Aussagen über Kai Havertz offenbar Michael Zorc verärgert. Leverkusens Peter Bosz verteilt derweil eine Spitze.

Update 13. September, 16.43 Uhr: Auch Peter Bosz, dem Trainer von Bayer Leverkusen, sind die Aussagen von Marco Reus nicht entgangen. Der Kapitän von Borussia Dortmund habe zuletzt - wenn auch nach angeblich mit spaßigem Unterton - gesagt, dass er alles daran setzen wolle, nach Julian Brandt auch Kai Havertz von der Werkself zum BVB zu locken.

Und Bosz? Der verteilt eine kleine Spitze gegen seinen ehemaligen Schützling Reus. "Es ist besser, wenn Spieler vom Gegner sich mit anderen Dingen beschäftigen, als zu liefern", sagte der Niederländer vor dem Auswärtsspiel der Leverkusener am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) beim BVB.  

Damit deutete Bosz wohl an, dass Reus bei seinen jüngsten Auftritten im DFB-Dress sowie bei der Dortmunder 1:3-Niederlage bei Union Berlin eher zu den unauffälligeren Spielern gehörte.

Update vom 4. September, 17.26 Uhr: Die Pläne von Marco Reus mit Kai Havertz sind nicht bei allen auf Zustimmung gestoßen. Zumindest öffentlich. BVB-Sportdirektor Michael Zorc hat seinem Kapitän einen Dämpfer verpasst und mahnt zur Vorsicht bei solchen Aussagen.

"Alle Beteiligten tun gut daran, sich auf die gerade laufende Saison zu konzentrieren", sagte Zorc dem kicker. Zwar wäre Zorc mit Sicherheit auch nicht einer Verpflichtung von Havertz abgeneigt, die Aufregung kann er gerade aber offensichtlich nicht gebrauchen.

Zuletzt sorgte übrigens beim BVB abseits der Transfergeschehnisse ein anderer Ereignis für noch mehr Aufsehen. Beim Spiel gegen Union Berlin kam es zu Ausschreitungen im BVB-Block, bei denen auch Personen verletzt worden sind.

Kai Havertz zum BVB? Marco Reus will ihn zu Borussia Dortmund locken – und hofft auf Hilfe

Dortmund – Marco Reus, Julian Brandt und Kai Havertz – klingt nach einem Trio, das bei Borussia Dortmund für ordentlich Furore in der Offensive sorgen könnte. Zumindest die ersten beiden sind bereits in den Diensten des BVB unterwegs. Wenn es nach ihnen geht, gesellt sich Havertz aber auch noch dazu.

"Ich werde alles versuchen, ihn nach Dortmund zu lotsen", sagte Reus zu Sport1. "Ich weiß nicht, wie weit es ablösesummentechnisch noch in die Höhe geht und es Dortmund vielleicht nicht zu viel ist. Aber ich werde mein Bestes geben. So, wie ich es bei Julian (Brandt) gemacht habe", so der BVB-Kapitän mit Blick auf Havertz, der aktuell noch bei Brandts Ex-Klub Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag steht.

Kai Havertz zum BVB? Die Taktik von Marco Reus funktionierte schon bei Julian Brandt

Brandt war in diesem Sommer für rund 25 Millionen Euro von Leverkusen nach Dortmund gewechselt. Wenig später hatte er zugegeben, dass Marco Reus ihn ordentlich umworben hätte und eine Rolle beim Wechsel gespielt habe.

Ähnliches plant Reus nun offenbar bei Havertz, mit dem er zusammen aktuell auf Länderspielreise ist.

Reus spielt sogar mit dem – nicht ganze ernst gemeinten – Gedanken, Brandt mit ins Boot zu holen, um dessen ehemaligen Mannschaftskameraden zum BVB zu lotsen. Reus sieht in Brandt "ja noch einen Verbündeten, der ihn noch sehr gut kennt".

BVB und eine mögliche Havertz-Verpflichtung: große Konkurrenz, hohe Ablösesumme

Selbst wenn das Werben von Reus und Brandt um Havertz Erfolg hätte, wäre eine Verpflichtung dennoch nicht so einfach für den BVB. Für den 20 Jahre alten Nationalspieler werden bereits jetzt schon Ablösesummen im dreistelligen Millionenbereich gehandelt, der FC Bayern München hat bereits immer wieder sein Interesse bekundet.

Havertz sorgt aber auch international für Begehrlichkeiten. Hinter Reus belegte er Platz zwei bei der Wahl zu "Deutschlands Fußballer des Jahres", europäische Spitzenklubs würden ihn wohl ebenfalls gerne verpflichten.

Noch vor Beginn dieser Saison bekannte sich Havertz zudem zu Leverkusen – unter anderem wegen der geglückten Champions-League-Qualifikation. Ein Wechsel 2020 gilt daher als unwahrscheinlich. Oder als extrem kostspielig.

BVB-Kapitän Reus adelt Havertz: "Bald einer der Größten"

Doch Reus würde auf Havertz warten. Das junge Talent kann noch reifen. "Der Junge hat enormes Potenzial. Das sieht man einfach", erklärte der Kapitän des BVB. "Es wird auch interessant zu sehen sein, wenn er mal eine Phase bekommt, die vielleicht nicht so gut ist und wie er dann da rauskommt. Aber wenn er stabil bleibt und ein gutes Umfeld hat, spricht nichts dagegen, dass er bald einer der Größten wird", meint Reus. Und startet schon die Charmeoffensive auf Kai Havertz.

Zunächst aber treffen Marco Reus und Kai Havertz als Gegner aufeinander. Am 14. September ist um 15.30 Uhr – auch weitere Spieltage sind schon terminiert – Bayer 04 Leverkusen bei Borussia Dortmund zu Gast (am Freitag testen bereits die Nicht-Nationalspieler des BVB gegen Energie Cottbus). Eine große Wiedersehensfeier. Havertz trifft dann nämlich auch auf seinen ehemaligen Kollegen Julian Brandt, zudem sitzt in Peter Bosz ein ehemaliger BVB-Coach auf der Bank der Werkself. Trotz all der Nettigkeiten ist eines aber sicher: An diesem Tag wird Reus Havertz keine Geschenke machen.

Borussia Dortmund ist seit Jahren dafür bekannt, junge Top-Talente zu entwickeln. Bestes und jüngstes Beispiel ist Jadon Sancho, der sich nun auch zu seiner Zukunft geäußert hat. Beim BVB denkt man aber nicht nur an Zugänge. Zuletzt hat Marius Wolf den Klub in Richtung Hertha BSC verlassen. maho

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