Kapitän (33) will an Bord bleiben

Sebastian Kehl freut sich auf "zeitnahe Gespräche"

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Kapitän Sebastian Kehl möchte über das Saisonende hinaus beim BVB mittendrin bleiben.

LA MANGA - Die Einheiten sind sehr hart im BVB-Trainingslager in La Manga. Und selbst einen Tag nach dem ersten Testspiel gegen Lüttich (2:0) zieht Coach Jürgen Klopp sein Programm knallhart durch.  Kapitän Sebastian Kehl geht auf dem Platz in Sachen Engagement mit gutem Beispiel voran. Schließlich kämpft der 33-Jährige um die Verlängerung seines auslaufenden Vertrages.

Von Peter Schwennecker

Zwölf Jahre ist er schon bei der Borussia, und er würde gerne zumindest eine weitere Spielzeit anhängen. Deshalb drehen sich seine Gedanken zwischen den Übungssessionen um seine Zukunft. „Natürlich kommt das Thema auf mich zu“, bestätigt Kehl. „Ich mache ich mir schon Gedanken, obwohl ich im Moment wenig Luft habe. Die Luft, die ich zum Atmen habe, die brauche ich zur Regeneration.“

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Noch vor einigen Tagen hatte es Meldungen gegeben, dass die Dortmunder dem Ex-Nationalspieler keinen Vertrag mehr anbieten werden. Doch das haben sowohl Sportdirektor Michael Zorc als auch Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung, bereits dementiert. „Ich war schon ein bisschen irritiert“, gesteht der Mittelfeldspieler ein. „Mit mir hat keiner gegenteilig gesprochen. Ich glaube, dass der Verein mehr gegenüber eine große Wertschätzung hat. Das hat er auch mehrfach betont.“

Der BVB wird den Kapitän nicht länger im Ungewissen lassen. Davon geht Kehl jedenfalls fest aus: „Michael Zorc, Akki Watzke und der Trainer haben mir versichert, dass wir jetzt zeitnah, entweder noch hier im Trainingslager oder danach, Gespräche führen. Und ich glaube, dass das ein Zeichen dahingehend ist, dass der Verein mit mir zufrieden ist.“

Genaue Vorstellungen über Vertragsinhalte hat selbst der Profi nicht. „Ich werde auch in mich hinein hören. Auch ich muss mir erst einmal klar darüber werden, wie es denn weiter gehen soll. Dann wird man ein Ergebnis finden, dass wir hier gemeinsam fortfahren können.“

Kehl wurde in den vergangenen Jahren vom Verletzungspech verfolgt. Auch in der Hinrunde bestritt er lediglich zehn Pflichtspiele für die Dortmunder, darunter nur fünf in der Bundesliga. Doch dieses Thema kann er längst nicht mehr hören. Am 16. September hatte er sich im Training einen Bänderriss zugezogen, fiel danach sechs Wochen aus. Erst zum Ende der Vorrunde hatte er sich erneut an die Mannschaft heran gekämpft.

„Ich bin wieder im Saft und gehe die Rückrunde voller Motivation an“, versichert der Routinier. „Ich möchte das Thema Verletzungen abhaken. Das hat nichts mit dem Alter oder mit Verschleißerscheinungen zu tun. Ich freue mich jetzt auf das, was kommt. Und bin guter Dinge, dass ich der Mannschaft auch helfen kann.“

Schließlich hat er mit dem BVB in der Rückrunde noch Ziele: „Wir wollen natürlich sowohl in der Champions League als auch im Pokal möglichst weit kommen. Platz zwei in der Bundesliga hat aber Priorität. Ich glaube, dass wir eine gute Rückrunde vor uns haben, nach der wir dann hoffentlich zufrieden zurückblicken können.“

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