Nach Spiel gegen FC Bayern

Schock beim BVB! Dahoud fällt für den Rest der Saison verletzt aus

Mo Dahoud entwickelte sich beim BVB von der Notlösung zur Stammkraft. Nun ist der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund verletzt, die Saison für ihn beendet.

  • Mahmoud 'Mo' Dahoud ist seit 2017 bei Borussia Dortmund.
  • Der Mittelfeldspieler überzeugte in den Spielen des BVB nach der Corona-Pause.
  • Nun der Schock: Dahoud fällt für den Rest der Saison aus.

Update vom 29. Mai, 12.59 Uhr: Beim BVB war der der Aufsteiger der vergangenen Wochen. Mahmoud Dahoud (24). Selten sah man den Mittelfeldspieler bei Borussia Dortmund so stark auftreten wie in den Spielen des BVB nach der Corona-Pause. Doch weitere Partien wird Dahoud in den kommenden Wochen nicht mehr sehen. Denn die Saison ist für den 24-Jährigen vorzeitig beendet.

"Wir haben das am Mittwoch nach dem Spiel gegen Bayern erfahren, er hatte nach dem Spiel etwas gespürt", erklärte BVB-Trainer Lucien Favre zwei Tage vor dem Auswärtsspiel von Borussia Dortmund beim SC Paderborn (Sonntag, 18 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV und Stream). Dahoud habe "ein kleines Problem" am Knie. "Nicht Schlimm, aber er wird für den Rest der Saison ausfallen", so Favre.

Dabei war auch dem Coach nicht entgangen, in welcher Verfassung Dahoud in den vergangenen Wochen war: "Jeder Spieler braucht Vertrauen, er hat sich im Verlauf dieser drei Partien immer steigern können. Bei ihm ist es eine Frage von Spielpraxis und Vertrauen."

Trainings-Weltmeister Dahoud: Mehr als nur eine Notlösung für den BVB

Hamm - Er ist einer der vielen Gewinner des Revierderbys gegen Schalke 04. Seit 2017 wartet Mahmoud Dahoud auf seinen Durchbruch bei Borussia Dortmund. Am Samstag stellte der 24-Jährige eindrucksvoll unter Beweis, wozu er auf dem Rasen imstande ist - wenn man ihn denn lässt. Dahoud war der laufstärkste Spieler des BVB, nahm Schalkes Edeltechniker Amine Harit und die flinken Benito Raman und Rabbi Matondo aus der Partie. Den routinemäßigen Gang zur 'Gelben Wand' mit Erling Haaland und Co. schaffte er anschließend nicht mehr. Die Wade machte zu nach langer Coronavirus-Pause. Trainer Lucien Favre gab bereits nach Spielende Entwarnung. "Nur ein Krampf", sagte der Schweizer bestens gelaunt.

Kein Wunder, schließlich hatte Favre kurz zuvor das richtige Näschen bewiesen und das knifflige Personal-Puzzle des BVB gelöst. Mit Emre Can und Axel Witsel fiel die im Normalfall gesetzte Achse im Mittelfeld gegen Schalke 04 aus. Wer auf Thomas Delaney und Julian Brandt auf der Doppel-Sechs gewettet hatte, wurde beim Blick auf den Aufstellungsbogen schwer überrascht. Denn dort stand neben eben jendem Delaney der Name Mahmoud Dahoud.

Mo Dahoud (BVB) betreibt Eigenwerbung gegen Schalke 04 - laufstärkster Spieler

Eben jener Dahoud, der zuletzt im November in der Startelf des BVB gestanden hatte. Beim 3:3-Heimdebakel gegen Aufsteiger SC Paderborn hatte Coach Favre nach 45 Minuten genug gesehen und den gebürtigen Syrer in der Kabine gelassen. In der Winterpause wechselte Emre Can zu Borussia Dortmund. Mo Dahoud fiel zurück in der Hackordnung im Mittelfeldzentrum des BVB - weit hinter Axel Witsel,Emre Can, Julian Brandt und Thomas Delaney.

Franz Beckenbauer, Weltmeister von 1974 und 1990, hatte es am vergangenen Donnerstag angekündigt. Der Bundesliga-Neustart werde die "Chance für die Trainings-Weltmeister. Die profitieren von leeren Rängen, können wie im Training aufdrehen. Da kann es einige Überraschungen geben", wird Beckenbauer von der Bild zitiert. Aufgedreht ist Dahoud im leeren Dortmunder Signal-Iduna-Park allemal.

Mo Dahoud will bei Borussia Dortmund bleiben

Die Stille im leeren Stadion schien dem zentralen Mittelfeldspieler gut zu tun. Nach vereinzelten Wacklern zu Beginn des Derbys fand Dahoud schnell hinein und riss das Spiel an sich. Dahoud rechtfertigte das ihm gegebene Vertrauen seines Trainers mit 89 Prozent angekommener Pässe. Werbung in eigener Sache oder Empfehlung für mehr beim BVB

Mo Dahoud (Zweiter von rechts) überzeugte im Derby gegen Schalke 04.

Zuletzt galt Dahoud als Streichkandidat beim aktuellen Bundesliga-Zweiten. Trotz der bevorstehenden Rückkehr von Emre Can und Axel Witsel ist Dahoud bereits jetzt der Gewinner der Coronavirus-Pause. Ein Verbleib über die Saison hinaus ist nicht ausgeschlossen. "Es entbehrt jeder Grundlage. Mo will nicht wechseln", hatte Dahouds Berater Reza Fazeli bei Sky Sport mögliche Wechselgedanken abgewiesen. "Aktuell gib es keine Pläne, den BVB zu verlassen. Er will bei Dortmund bleiben und sich durchbeißen", fügte Fazeli an. Den ersten Schritt dazu hat Dahoud im Derby bereits unternommen. Möglicherweise folgt eine Fortsetzung am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/im Free-TV und live im Stream).

Rubriklistenbild: © Michael Sohn / POOL / AFP

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