Kapitän am Dienstagabend

Lukasz Piszczek macht bei Jubiläum in der Champions League eine Zeitreise - Kommentar

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Lukasz Piszczek (links) führte den BVB gegen PSG als Kapitän auf das Feld.

Lukasz Piszczek feierte im Achtelfinale der Champions gegen PSG ein Jubiläum. Zugleich unternahm er eine Zeitreise und entnervte er Neymar. Ein Kommentar.

  • Der Vertrag von Lukasz Piszczek beim BVB läuft im kommenden Sommer aus.
  • Seinen Startelf-Einsatz gegen Frankfurt am Freitagabend krönte er mit seinem Führungstreffer.
  • Nun äußerte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc bezüglich einer Vertragsverlängerung mit dem Polen.

Update vom 18. Februar, 23 Uhr: Lukasz Piszczek führte den BVB nicht nur als Kapitän auf den Rasen. Es war zugleich sein 50. Einsatz in schwarz-gelb in der Champions League. Kein anderer Dortmunder vor ihm hat diese Marke erreicht. 

Der polnische Routinier mag seinen Zenit bereits überschritten haben. Am Dienstagabend aber schien der 34-Jährige eine Zeitreise unternommen zu haben. Der Verteidiger entnervte Superstar Neymar, wie er es schon oft mit Cristiano Ronaldo geschafft hatte. Bis zur 76. Minute, in der der Brasilianer einmal entwischt war. Dennoch dürfte sich Piszczek an frühere, legendäre Flutlicht-Abende in diesem Stadion erinnert gefühlt zu haben. Denn mit einem Selbstbewusstsein und einer Körpersprache, wie sie die Dortmunder Mannschaft in Piszczeks bester Zeit unter Jürgen Klopp ausgezeichnet hat, fand diese Elf ganz einfach eine Antwort. 

Allen voran die Winter-Neuzugänge Emre Can und Erling Haaland verkörpern mit ihrem Willen und Ehrgeiz dem Spiel jenen Einfluss, der offensichtlich noch gefehlt hatte. Ihr Einsatz ist jener, der diese Mannschaft noch weit bringen kann. Wenn sie auch in Paris bereit und in der Lage ist, an ihre Grenzen zu gehen. Der Auftritt am Dienstagabend ist der Maßstab, an dem sich die Mannschaft künftig messen lassen muss.

Ein Kommentar von Benedikt Ophaus

Zorc bestätigt Vertragsverhandlungen mit BVB-Fanliebling Lukasz Piszczek

Update vom 15. Februar, 16.15 Uhr: Der Freitagabend gegen Eintracht Frankfurt war für Lukasz Piszczek ein ganz besonderer. Vom Strafraumrand visierte er das rechte untere Eck an, nahm Maß und traf mit seinem linken Fuß ins Netz. Piczczeks Führungstreffer war nicht nur sein erstes Tor in dieser Saison, sondern auch ein ganz wichtiges für den BVB, der anschließend wie entfesselt aufspielte gegen völlig überforderte Hessen.

Und auch hinten in der Dreierkette ließ der 34-jährige Pole, der von Trainer Lucien Favre den Vorzug vor dem zuletzt schwächelnden Manuel Akanji erhalten hatte, nichts anbrennen. "Nach den zwei Niederlagen waren wir sehr konzentriert und haben wenig zugelassen. Das Eins-zu-null war ein wichtiger Zeitpunkt, nach der Halbzeit haben wir direkt nachgelegt. Das hat uns ziemlich beruhigt", sagte Piszczek am Freitagabend am DAZN-Mikorofon. 

Lukasz Piszczek sammelt Argumente für eine Vertragsverlängerung beim BVB

90 Minuten lang stand Piszczek auf dem Dortmunder Rasen, präsentierte sich währenddessen mit seinen mittlerweile zehn Jahren Vereinszugehörigkeit ebenso abgeklärt und routiniert wie bei der späteren Spielanalyse - und sammelte einige Argumente für eine Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags.

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"Er hat eine gute, solide Leistung gebracht. Das war rundherum gut", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc der WAZ. Wohlwissend, dass der BVB-Fanliebling einer Vertragsverlängerung nicht abgeneigt wäre, wie Pisczeck bereits des öfteren betonte. "Wir sind in Gesprächen. Aber da gibt es noch keine finale Entscheidung", fügte Zorc an.

Lukasz Piszczek mit neuem Selbstbewusstsein gegen Paris Saint-Germain in der Champions League

Bereits am Dienstag könnte Lukasz Piszczek erneut auf sich aufmerksam machen. Dann geht es gegen Ex-Trainer Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain in der Champions League weiter (21 Uhr/im Live-Ticker und live im TV). Gut möglich, dass Coach Favre auf die identische Elf vertraut, die am Freitagabend so erfolgreich war - und somit auch auf den 34-jährigen Piszczek.

"Die Niederlagen haben wir hinter uns gelassen. Wir wissen, dass wir jetzt ein schwieriges Programm vor uns haben", blickte Piszczek bereits voraus. Das allerdings mit neu gewonnenem Selbstbewusstsein - und Emre Can als Schlüsselfigur im BVB-System: "Mit 4:0 ist das ein gutes Zeichen. Dienstag ist es allerdings ein anderes Kaliber, aber wir werden bereit sein."

Am Freitagabend gegen Eintracht Frankfurt sorgte die BVB-Südtribüne mit einer eindrucksvollen Choreografie für Gänsehaut.

Favre plaudert ein Geheimnis von Piszczek aus

Update vom 4. November, 15.38 Uhr: Lukasz Piszczek ist beim BVB längst eine Ikone. Vereinstreue wird bei Borussia Dortmund eben belohnt von den Fans – Lucien Favre hatte seine Finger dabei im Spiel, wie er jetzt verriet.

Zunächst einmal hat Piszczek seinem jetzigen Trainer einiges zu verdanken. Favre war es, der den Polen damals bei Hertha BSC vom Stürmer zum Rechtsverteidiger formte. Piszczek startete auf seiner neuen Position durch. Vor allem bei Borussia Dortmund.

Und genau da kommt Lucien Favre ins Spiel. "Das wusste bis jetzt keiner", sagte der BVB-Trainer bei der Pressekonferenz von Borussia Dortmund vor dem Spiel gegen Inter Mailand (Dienstag, 21 Uhr/live im TV oder im Live-Ticker). "Aber Lukasz Piszczek hat mich damals angerufen und wollte meinen Rat. Da war ich ja schon längst nicht mehr Trainer in Berlin", so Favre über das "Geheimnis" der beiden. Er legte Piszczek den Wechsel nach Dortmund nahe – was im Nachhinein wohl eine richtige Entscheidung war.

Piszczek ist schon lange eine Stammkraft bei Borussia Dortmund. Gegen Inter Mailand am Dienstag könnte er es wieder in die Startelf des BVB schaffen, falls er nicht der Rotation zum Opfer fällt.

Lukasz Piszczek feiert gegen VfL Wolfsburg 300. Spiel – Stadionsprecher sorgt für Lacher

Update vom 2. November, 15.30 Uhr: Lukasz Piszczek hat es geschafft. Gegen den VfL Wolfsburg feiert er sein 300. Bundesligaspiel. Stadionsprecher Norbert "Nobby" Dickel sorgte dabei vor der Partie für Lacher auf der Südtribüne.

Bei der Verkündung der Mannschaftsaufstellung von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg und dem Hinweis, dass Lukasz Piszczek seinen 300. Einsatz in der Bundesliga feiert, verhaspelte sich Dickel und verschluckte den restlichen Satz. Auf die Lacher antwortete er cool: "Ja, ja. Ihr wisst, was ich meine." Für ein Kuriosum hingegen sorgte Schiedsrichter Tobias Welz.

Lukasz Piszczek kann Rekord brechen gegen VfL Wolfsburg – er verrät sein Erfolgsgeheimnis

Dortmund – Lukasz Piszczek ist der älteste Spieler von Borussia Dortmund. Am Samstag im Heimspiel des BVB gegen den VfL Wolfsburg kann er zudem einen Rekord knacken. Falls Lucien Favre den Polen denn spielen lässt.

Piszczek ist ein Liebling der BVB-Fans. Der 34-Jährige hat eine ruhige, geerdete Art. Das kommt an im Ruhrgebiet und bei Borussia Dortmund. Seine langjährige Vereinstreue und die spielerische Stärke tun ihr Übriges dafür. Gegen den VfL Wolfsburg kann er eine weitere Marke in seiner Karriere erreichen, dafür ist er allerdings auf die Hilfe von BVB-Coach Lucien Favre angewiesen.

Lukasz Piszczek kann einen Rekord brechen – ist aber auf Hilfe von BVB-Trainer Lucien Favre angewiesen.

Wenn Favre nämlich Piszczek in der Startaufstellung des BVB gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker und live im TV) berücksichtigt, würde der Rechtsverteidiger sein 300. Bundesligaspiel absolvieren. Aber er ist nicht der einzige Pole, dem das in der Liga an diesem Tag gelingen könnte.

Piszczek ist nicht der einzige Pole, der einen Rekord brechen kann

Bayern-Stürmer Robert Lewandowski könnte nämlich mit einem Einsatz gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/bei den Kollegen von tz.de im Live-Ticker und live im TV) gleichziehen und ebenfalls die 300er-Marke durchbrechen. Das gilt als sehr wahrscheinlich, Piszczek muss da schon mehr bangen.

Beim BVB ist wegen den Englischen Wochen Rotation angesagt. Gut möglich, dass Achraf Hakimi als Rechtsverteidiger zum Einsatz kommt und Piszczek der Partie Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg nur von der Seitenlinie beiwohnt. Dass er in seinem Alter aber trotzdem regelmäßig in der Startelf steht, zeigt, wie diszipliniert Piszczek ist.

BVB-Routinier Lukasz Piszczek: erst Hertha BSC, dann Borussia Dortmund

Seine Karriere in der Bundesliga startete in der Hauptstadt bei Hertha BSC. In Berlin kam er auf 68 Bundesligaeinsätze, wechselte zur Saison 2010/11 dann zu Borussia Dortmund. Dort blieb er bis heute, wird wohl seine Karriere beim BVB beenden. In der Bundesliga kommt Piszczek auf 18 Treffer, 48 Tore bereitete er vor.

Vor BVB gegen VfL Wolfsburg: Piszczek verrät sein Erfolgsgeheimnis

"Ich bin immer hart zu mir. Wenn ich das nicht wäre, mit Training und Vorbereitung, würde ich auf diesem Niveau nicht mehr so spielen", sagte Piszczek im Feiertagsmagazin des BVB vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg. Und: "Es gibt Jungs, die lockerer sind und das funktioniert auch, aber ich weiß nicht, wie lange die dann konstant auf hohem Niveau spielen dürfen."

Durch seine Erfahrung und seine fußballerische Klasse ist Piszczek beim BVB in der Hierarchie immer weiter nach oben geklettert, ist mittlerweile Vize-Kapitän hinter Marco Reus. Piszczek ist zwar nicht der lauteste und auffälligste Spieler auf dem Platz, genießt aber innerhalb der Mannschaft ein hohes Ansehen. Und nicht nur das. Auch bei den Fans ist Piszczek beliebt, ein Rapper hat ihm sogar einen eigenen Song gewidmet. Einen ähnlichen Stand muss sich Neuzugang Julian Brandt erst noch erarbeiten, hat mit seinem Doppelpack im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach aber zumindest den Grundstein dafür gelegt.

Borussia Dortmund sorgt für erste Saisonniederlage des VfL Wolfsburg in der Liga

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