Lüdenscheider Unternehmer klagt

Prozess gegen Weidenfeller: Gericht schlägt Lösung vor

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Roman Weidenfeller

DORTMUND - Exklusivste Dortmunder Wohnlage am neu gestalteten Phoenix-See - doch für Nationaltorwart und BVB-Keeper Roman Weidenfeller ist das neu gestaltete Anwesen auch mit Ärger verbunden. Am Freitag stritten sich die Anwälte des Torwarts und eines Lüdenscheider Unternehmens in Dortmund vor Gericht.

Heftige Differenzen mit einem ehemals beauftragten Gartenbauunternehmen brachten den Fußballstar jetzt vor Gericht. In einem Zivilverfahren vor dem Dortmunder Landgericht stritten sich die Anwälte der beiden ehemaligen Geschäftspartner um Geld. Rund 11.000 Euro forderte der offenbar glücklose Lüdenscheider Unternehmer von seinem früheren Auftraggeber ein. Der vergleichsweise geringe Rest einer ohnehin drastisch reduzierten Auftragssumme von ursprünglich 125.000 Euro auf letztlich 18.000 Euro.

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Rundherum zufriedenstellend war die Zusammenarbeit offenbar von Anfang nicht, der Gartenbauunternehmer akzeptierte eine Kündigung noch während der Bauphase. Für die erbrachten Arbeiten gab es keine Abnahme, der beauftragte Architekt des BVB-Stars reklamierte eine längere Mängelliste. So sollen ein Zaun zum Phoenix-See nicht hoch genug bemessen worden sein, viel zu dicke Pflastersteine für den Stellplatz des Porsche-Cayenne geordert worden sein.

"Da steckt jede Menge Musik drin!", kommentierte der Vorsitzende Richter Michael Weber die einzelnen Konfliktpunkte - bei einer detaillierten Aufklärung der einzelnen Konfliktpunkte müsste womöglich Weidenfeller als Zeuge aussagen und sich erinnern, wann er welche Leistung bestellt hat.

Die Richter schlugen eine pragmatische Lösung vor: Nach ihren Berechnungen soll Weidenfeller dem geschassten Unternehmer noch 5400 Euro für seine Leistungen überweisen. Die Anwälte der Parteien versprachen, den Vorschlag mit ihren Mandaten zu prüfen und eine einvernehmliche Lösung außerhalb des Gerichtssaals zu suchen.

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