Nach dem Transfer-Streit

Matthäus versöhnlich: „Ich gebe Watzke Recht“

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Lothar Matthäus hat sich erneut zum Dissens mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke geäußert.

Nach einigen Giftpfeilen zwischen Lothar Matthäus und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke schlägt der Rekord-Nationalspieler jetzt versöhnliche Töne an.

Düsseldorf - Der verbale Schlagabtausch zwischen Lothar Matthäus und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke kann offensichtlich zu den Akten gelegt werden. Der Sky-Experte hatte vor einigen Wochen noch heftige Kritik an der Einkaufspolitik des BVB geübt, davon gesprochen, dass bei der Borussia „Geld verbrannt“ worden sei. 

Bei einem Pressegespräch am Düsseldorfer Flughafen schlug der Rekordnationalspieler versöhnliche Töne an. „Vielleicht hätte ich es anders formulieren sollen. Aber der Aki hat wohl meine Berichte verfolgt. Ich gebe ihm Recht, dass Dortmund die Persönlichkeiten fehlen, das habe ich auch gefordert. Borussia Dortmund ist für mich ein Klub, der in Europa in die Top Ten gehört. Die ganzen Talente sind schön und gut, aber es fehlen die erfahrenen Spieler“, so Matthäus, der weiter konkretisierte: „Spieler wie Mats Hummels oder Sebastian Kehl waren Leader. Die zeichnen sich zum einen durch Persönlichkeit, zum anderen durch Qualität aus. Ab und zu brauchst du auch Dreckssäcke.“ 

Matthäus: "Charakter beim BVB stimmt"

Als Beispiel führte er den Kader des FC Bayern München heran: „Dort spielt ein Arturo Vidal oder ein Javi Martinez. Die hauen auch mal dazwischen, wenn es sein muss.“ Doch trotz der fehlenden Anführer sieht Matthäus Dortmund auf einem guten Weg. „Der Charakter der Mannschaft stimmt. Sie hat gegen Bergamo und in Köln einen Rückstand gedreht.“ 

Maßgeblichen Anteil daran hat seiner Meinung nach BVB-Trainer Peter Stöger: „Er tut der Mannschaft gut, gibt ihr Ruhe und hat sie stabilisiert. Dafür hat er nur an kleinen Stellschrauben gedreht, auf einfache Dinge Wert gelegt. Er ist bescheiden, aber klar in seinen Aussagen.“ 

Matthäus glaub an attraktivere Offensive 

Vor allem die Defensive lobte der Weltmeister: „Die Mannschaft ist stabiler geworden. Zuvor hat sie so viele Gegentreffer kassiert, so viele Tore konntest du gar nicht schießen. Die sichere Verteidigung war schon in Köln sein Erfolgsrezept, auch dort harmonierten die defensiven Ketten.“ 

Das bislang über weitere Strecken biedere Offensivspiel wird in naher Zukunft die Zuschauer wieder begeistern, da ist sich Matthäus, der mittlerweile keine Lust mehr auf den Trainerjob hat, sicher. „Die Attraktivität kommt wieder, wenn Reus richtig fit ist, wenn Schürrle weiter an Selbstvertrauen gewinnt. Auch Götze hat seine Qualitäten. Vielleicht kommen dann wieder Spieler ins Rampenlicht, die man in der letzten Zeit nicht so gut zu Gesicht bekommen hat.“ 

"Stöger ist ein Mann für die Zukunft"

Deshalb glaubt der 56-Jährige, dass der Österreicher, dessen Vertrag Ende Juni aufläuft, über die Saison eine Zukunft in Dortmund hat. „Wenn er weiter Erfolg hat, ist er ein Mann für die Zukunft.“

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