Trainer-Suche beim BVB

Fünf gehandelte Nachfolger für Favre und was gegen sie spricht

Es ist davon auszugehen, dass der BVB bereits nach einem Nachfolger für Trainer Lucien Favre Ausschau hält. Kandidaten werden einige gehandelt, aber bei einigen dürfte es problematisch werden.

Dortmund – Auch wenn Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung, Trainer Lucien Favre während der Jahreshauptversammlung des BVB zumindest ein eingeschränktes Vertrauen für die beiden kommenden Spiele in der Champions League beim FC Barcelona (Mittwoch, 21 Uhr) und am Samstag in der Bundesliga bei Hertha BSC (15.30 Uhr) ausgesprochen hat, dürfte in Dortmund hinter den Kulissen bereits an einem Plan B gearbeitet werden.

Kandidaten werden reichlich gehandelt, doch die Suche nach einem möglichen Nachfolger für Favre gestaltet sich angesichts der Dortmunder Ansprüche äußerst problematisch. Folgende Namen sind im Gespräch:

Niko Kovac

Der erst am 3. November beim FC Bayern München entlassende Fußball-Lehrer besitzt einen guten Draht zur Dortmunder Führung, zumal sein Bruder Robert, bei den bisherigen Trainerstation auch sein Assistent, von 2007 bis 2009 das BVB-Trikot trug.

Niko Kovac

Das Problem: Eine Verpflichtung des 48-Jährigen käme bei Mats Hummels gar nicht gut an, den die Dortmunder gerade erst aus München zurückgeholt haben. Die Degradierung zum Bankdrücker durch Kovac war ein Grund dafür, warum Hummels den Bayern wieder den Rücken kehrte.

Für Watzke wäre es nicht leicht, den Führungsspieler von dieser Trainer-Lösung zu überzeugen.

Matthias Sammer

Der Berater des BVB-Managements wäre sicherlich eine Ideallösung. Immerhin führte der Europameister und zweimalige Fußballer des Jahres die Dortmund als Trainer 2002 zum Bundesliga-Titel, wurde damit jüngster Meistertrainer.

Matthias Sammer

Doch nach seinem leichten Schlaganfall vor einem Jahr will der 52-Jährige nicht ins operative Geschäft zurückkehren, lieber weiter in Ruhe in der zweiten Reihe arbeiten.

Mauricio Pochettino

Der argentinische Coach wird nach seiner Demission in Tottenham bei vielen europäischen Spitzenklubs gehandelt. Trotz der guten wirtschaftlichen Situation werden die Dortmunder schon allein aus finanziellen Gründen Abstand nehmen müssen.

Mauricio Pochettino

Denn Pochettino soll laut englischen Medien als Abfindung 14,5 Millionen Euro in Raten von den Spurs erhalten. Und je früher er wieder ein neues Amt übernimmt, umso weniger muss der Premier-League-Klub überweisen.

Ralf Rangnick

Der 61-jährige Fußball-Lehrer würde sofort zur Verfügung stehen, wäre aber den meisten BVB-Fans auf Grund seiner Hoffenheimer, Schalker und Leipziger Vergangenheit nur sehr schwer zu vermitteln.

Ralf Rangnick

Rangnick ist nach Ablauf seines Vertrags in Leipzig als Fußball-Chef im Red Bull-Konzern tätig. Eine Aufgabe die ihn sicherlich nicht erfüllt.

Michael Skibbe

Der frühere Bundestrainer (unter Teamchef Rudi Völler) ist seit Sommer als U19-Coach beim BVB tätig, wäre also eine mögliche interne Lösung auf Zeit. Doch Skibbe ist schon einmal als Bundesliga-Trainer beim BVB gescheitert, aktuell selbst als Nachwuchscoach nicht unumstritten.

Michael Skibbe

Roger Schmidt

Der Coach aus dem sauerländischen Kierspe galt eins als innovativer Newcomer in der deutschen Trainerszene, doch ist sein Stern schnell wieder verblasst.

Roger Schmidt

Nach seinen Stationen in Paderborn (2011/12), Salzburg (2012 bis 2014) und Leverkusen (2014 bis 2017) arbeitete er zuletzt zwei Jahre bei BJ Sinobo Guoan in China.

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