Champions League gegen Monaco

Kommt Reus als Joker gegen Monaco?

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Marco Reus

Dortmund - Vor dem Hinspiel im Viertelfinale der Champions League gegen den AS Monaco entspannt sich die Personalsituation bei den Borussen. Thomas Tuchel freut sich besonders über die Rückkehr eines Strategen.

Wer wissen möchte, welche Bedeutung Julian Weigl für Borussia Dortmund hat, muss nur den Worten von Trainer Thomas Tuchel lauschen. Der 43-Jährige nennt den Mittelfeldregisseur bei der Aufzählung seiner personellen Alternativen für das Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals am Sonntag gegen AS Monaco (20.45 Uhr/bei uns im Live-Ticker) an erster Stelle. Am Samstag wurde der 21-Jährige im Bundesliga-Topspiel bei Bayern München schmerzlich vermisst.

Auch Marco Reus könnte heute seine Rückkehr feiern. „Die Lage sieht etwas besser aus. Wir rechnen fest damit, dass Weigl und Kagawa spielen können“, sagte Tuchel. Weigl und der japanische Wirbelwind Shinji Kagawa sollen für eine Belebung des BVB-Spiels sorgen.

Keine Analyse des Bayern-Spiels

Denn von der bisweilen hochgelobten Offensive war bei der bitteren 1:4-Auswärtsniederlage in München nur wenig zu sehen. „Wir haben die Spieler dazu aufgefordert, diese Partie abzuhaken. Es hätte wenig Sinn gemacht, 20 Szenen zu zeigen, in denen wir besser hätten verteidigen können. Sechs Spieler sind zum ersten Mal in der Münchner Arena aufgelaufen und haben wichtige Erfahrungen gesammelt“, so Tuchel.

Einer der Debütanten war der dribbelstarke Ousmane Dembélé. Der 19-Jährige hatte sich beim Freistoßtor von Robert Lewandowski für die Bayern weggeduckt und so den Weg zum 2:0 der Bayern freigemacht. „Ich habe mit Dembélé nicht über diese Szene gesprochen. Man kann sich in dieser Situation besser verhalten. Gegen Monaco brauchen wir ihn wieder in seiner besten Verfassung. Ich hoffe, er wird bereit sein“, meinte Tuchel, der in der Defensive wieder auf Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek setzen kann, der in München geschont wurde.

Reicht es für Reus?

Womöglich hat Tuchel für das Duell mit den Monegassen noch ein weiteres Ass im Ärmel: Marco Reus, den ein Muskelfaserriss in den vergangenen Wochen zur Pause zwang, trainierte am Montag wieder mit der Mannschaft. Ob er am Dienstag sein Comeback feiert, ließ Tuchel offen. Er will darüber kurzfristig entscheiden.

„Allein seine Ausstrahlung in der Kabine würde uns helfen. Er ist ein Führungsspieler. Aber Marco wird nur zum Kader gehören, wenn er auch für einen Einsatz in Frage kommt“, schränkte Tuchel ein. Ebenfalls als „Führungsspieler“ bezeichnete der Trainer Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang, der gegen die Bayern untergetaucht war. „Wenn wir etwas gegen Monaco holen wollen, brauchen wir seinen Willen auch zu verteidigen, seinen Speed, seine gute Laune und seine Abschlussstärke.“

Denn angesichts der mäßigen Auswärtsleistungen will der BVB den Grundstein zum Weiterkommen im eigenen Stadion legen. Seit über zwei Jahren sind die Westfalen in der Bundesliga zu Hause ungeschlagen, in der Champions League verloren sie in dieser Saison ebenfalls noch keines ihrer vier Heimspiele.

Tuchel: "Wir wollen attackieren und mutig spielen"

Dass mit dem AS eine torhungrige Mannschaft zu Gast ist, macht die Sache nicht einfach. Tuchel sieht die Gäste sogar leicht im Vorteil. „Es ist kompliziert. Das Momentum ist auf ihrer Seite. Die Mannschaft ist herausragend talentiert, athletisch und verfügt als Tabellenführer über ein großes Selbstvertrauen“, sagt Tuchel.

Aber: „Wir fühlen uns bereit. Wir lieben diese Bühne. Wir werden angreifen und versuchen, so viele Tore wie möglich zu erzielen. Wir wollen Monaco attackieren und mutig spielen. Wenn wir unsere Stärken ausspielen, können wir gewinnen.“ Ähnlich sieht es BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: „Monaco ist sehr stark, aber nicht Bayern München. Da ist ein Klassenunterschied dazwischen.“

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