Angespannte Lage 

Kommentar: Woche der Wahrheit für Dortmunds Trainer Bosz

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Könnte schon bald Geschichte in Dortmund sein: Trainer Peter Bosz.

Nach der nächsten Niederlage könnte es sich bereits in der kommenden Woche entscheiden, ob Peter Bosz weiter Trainer von Borussia Dortmund bleibt. Ein Kommentar.

Stuttgart – Wenn ein ambitionierter Verein wie Borussia Dortmund bei einem Aufsteiger eine 1:2-Niederlage kassiert, dazu die letzten vier von fünf Spielen verloren hat, steht der Trainer in der Kritik. Zwangsläufig, denn das ist nicht der Anspruch der erfolgsverwöhnten Borussen. 

Doch die Partie beim VfB Stuttgart kann nicht der Sargnagel für BVB-Coach Peter Bosz sein. Denn die kurzfristige Suspendierung von Angreifer Pierre-Emerick Aubameyang, der zwar außer Form aber dennoch alternativlos ist, und das Fehlen des aktuell bärenstarken Christian Pulisic (muskuläre Beschwerden) waren schlichtweg nicht zu kompensieren. Dazu musste Abwehrboss Sokratis mit einer Rippenverletzung zur Halbzeit in der Kabine bleiben. 

Auch die Fan-Stimmung droht zu kippen

Dennoch: Treten die Westfalen in der kommenden Woche in der Champions League gegen Tottenham Hotspur und vor allem im Revierderby gegen den FC Schalke erneut so ideenlos auf, ist Bosz nicht mehr zu halten. Gerade eine Niederlage gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen würde auch die bislang noch milde gestimmten Dortmunder Fans nicht verzeihen. 

Früher Fehler, fatale Folgen: BVB verliert in Stuttgart

Zudem drohen die Schwarz-Gelben ihre Saisonziele aus den Augen zu verlieren. Der Champions-League-Platz drei rückt immer weiter in die Ferne, im Pokal wartet die Mammutaufgabe mit dem Auswärtsspiel beim FC Bayern und in der Königsklasse ist bestenfalls noch die Europa League drin. 

Potential wird nicht abgerufen

Das ist ein miserables Zeugnis für Bosz. Zwar muss der Niederländer immer wieder auf Verletzungen reagieren, dennoch verfügt auch das vorhandene Personal über internationale Klasse. Aber die wenigsten rufen es ab. Es sind zwar auch die Spieler gefordert, doch offensichtlich können sich die Profis im Rahmen der taktischen Vorgaben nicht entfalten. 

In der jüngsten Länderspielpause hatte der 53-Jährige zum ersten Mal seine Kinder in der Heimat besucht. Gut möglich, dass er schon in Kürze wieder deutlich mehr Zeit für den Nachwuchs hat.

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