Favre als Trainer vorgestellt

Kommentar: Demut ist genau der richtige Weg für den BVB

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Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und der neue Trainer Lucien Favre bitten um Zeit für den Neustart beim BVB.

Bei der Vorstellung von Lucien Favre als neuen Chefcoach bremst Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke direkt mal die Erwartungshaltung - und fährt damit richtig. Ein Kommentar.

Dortmund - Es war wenig überraschend, wie sehr Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc von ihrem neuen Cheftrainer schwärmten. Mit Lucien Favre will Borussia Dortmund nach einem Jahr ohne große Zauber-Auftritte wieder mit einem attraktiven, anschaulichen und offensiven Fußball auffallen. Schließlich habe der Coach schon bei seinen bisherigen Stationen bewiesen, dass er das schafft.

Der Schweizer selbst war da – wenig überraschend – deutlich zurückhaltender. Natürlich hat er klare Vorstellungen davon, wie der BVB künftig Fußball spielen soll. Aber er weiß genauso gut: Das alles braucht seine Zeit. Vor allem nach dem vergangenen Jahr, als die Schwarz-Gelben unter Peter Bosz teilweise mit den taktischen Vorstellungen des Niederländers überfordert wirkten und es unter Peter Stöger weitgehend um Schadensbegrenzung ging.

Kampfansage an Bayern wäre nicht zielführend

Die Demut, mit der die Dortmunder ihren selbst formulierten Neustart angehen, ist genau der richtige Weg. Direkt große Kampfansagen Richtung FC Bayern wären alles andere als zielführend. Nicht zu Unrecht hat Watzke betont, keine unrealistischen Erwartungen in Favre zu setzen.

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Neustart ja, aber jeder Neustart braucht eben seine Zeit. Die neue Spielphilosophie zu verinnerlichen wird mindestens genauso lange dauern wie die Zeit, bis der Kader der Borussia nach den Vorstellungen des neuen Chefcoachs zusammengestellt ist.

Denn auch wenn sie es öffentlich nicht so klar formulieren: Die Verantwortlichen wissen, dass mindestens im vergangenen Jahr in puncto Kader-Formation und wohl auch bei den Trainern nicht alles rund gelaufen ist. Doch sie haben schnell erkannt, den Kurs korrigieren zu müssen. Am Ende wird es darauf ankommen, dass der BVB tatsächlich so geduldig ist, wie es die Protagonisten nach außen tragen.

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