BVB verpflichtet Sturmtalent

Kommentar zu Haaland: Kann ein 19-Jähriger der Heilsbringer sein?

Erling Haaland unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis Sommer 2024.
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Erling Haaland unterschrieb beim BVB einen Vertrag bis Sommer 2024.

Mit dem Transfer von Erling Haaland ist dem BVB gewiss ein Coup gelungen. Doch kann er direkt der Heilsbringer von Borussia Dortmund werden? Ein Kommentar.

Borussia Dortmund setzt mit der Verpflichtung von Erling Braut Haaland ein Ausrufezeichen. Profi-Klubs behaupten im Grunde bei jedem Neuzugang, dass sie sich gegen namhafte Konkurrenz durchgesetzt hätten.

Bei Haaland trifft das aber wohl tatsächlich zu. Der 19-jährige Salzburg-Stürmer hätte seinen neuen Vertrag ganz sicher auch in England oder Italien unterzeichnen können.

Dass sich Haaland für den BVB entschieden hat, zeigt zwei Sachen sehr genau auf. Erstens: Borussia Dortmund ist finanziell zwar ein ganzes Stück von den Scheich-Klubs wie City und Paris, den spanischen Großvereinen und auch von den Bayern entfernt, kann sich aber in der Reihe dahinter im Wettbieten um Talente weiter erfolgreich positionieren. Haaland wird im Ruhrgebiet gut acht Millionen Euro pro Jahr verdienen und somit gleich einer der Topverdiener sein.

Zweitens: Borussia Dortmund hatte auf der Position des Mittelstürmers dringend Handlungsbedarf. Der junge Norweger will spielen, er will nicht in Turin von Cristiano Ronaldo lernen, in Manchester die zweite Geige spielen oder in Leipzig Timo Werners Tore bejubeln.

Haaland winkt beim BVB direkt ein Stammplatz

Beim BVB winkt ihm auf Anhieb ein Stammplatz. Paco Alcácer sucht Fitness und Form, Mario Götze seine Rolle in Lucien Favres Kader. Neben dem üppigen Gehalt dürfte der Faktor Spielpraxis Haaland besonders überzeugt haben.

Eines aber sollten die BVB-Fans nicht vergessen: Ihr Hoffnungsträger ist jung. Sehr jung. In der Champions League liegt eine starke Gruppenphase hinter Haaland, die Vielzahl seiner Tore erzielte er in der österreichischen Bundesliga – in Deutschland dürfte ihn wesentlich mehr Gegenwehr erwarten.

Keine Frage: Watzke und Zorc dürfen die Verpflichtung des gefragten Stürmers als Coup verkaufen. Ob Haaland mit dem Druck des Heilsbringers umgehen kann, wird sich aber noch zeigen müssen.

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