Nach dem Saisonfinale

Kommentar: Stöger ist der einzige Gewinner beim BVB

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Peter Stöger ist der einzige Gewinner beim BVB.

Peter Stöger hat seine Mission mit dem Erreichen der Champions League erfüllt - und ist der einzige Gewinner nach einer schwierigen Saison beim BVB. Ein Kommentar.

Sinsheim - Bei genauer Betrachtung der Situation gibt es nur einen Gewinner. Jedenfalls kann Peter Stöger den BV Borussia Dortmund nach nur fünf Monaten erhobenen Hauptes verlassen. Der Fußball-Lehrer hat seine Mission mit dem Erreichen der Champions League erfüllt, den angeschlagenen BVB mit ansprechenden 1,73 Punkten im Schnitt pro Spiel noch von Platz acht auf Rang vier der Bundesliga geführt. 

Zu wenig allerdings, um für eine Verlängerung seines Engagements in Dortmund zu sorgen. Was zweifellos aber an der Art des Fußballs lag, den die Schwarz-Gelben in den vergangenen Monaten zelebrierten. Damit haben die Westfalen die eigentlich schnell zu begeisternden Fans teilweise vergrault. 

Kredit verspielt

Die Mannschaft hat beim Anhang mit ihrem oft uninspirierten, phasenweise sogar lustlosen Auftreten viel Kredit verspielt. Nach dem am Ende glücklichen Erreichen der Königsklasse geht es jetzt darum, die Ursachen für den sportlichen Abstieg mit bedenklichen 29 (!) Punkten Rückstand auf den Meister aus München zu ergründen. 

BVB schafft es trotz finaler Pleite in Hoffenheim in die Königsklasse

Mittelfeldspieler Nuri Sahin legte gleich nach der 1:3-Niederlage in Hoffenheim den Finger in die Wunde, mahnte Probleme in der Kabine auf Grund von Disziplinlosigkeiten an. Aber nicht nur die Spieler sollten hinterfragt werden, sondern auch jene Leute, die für die Zusammensetzung des Kaders verantwortlich waren.

Einschnitte sind nötig

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc müssen jetzt, was das kickende Personal angeht, auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Einige Profis sind vielleicht schon viel zu lange im Verein. Was dem BVB fehlt sind Führungsspieler, starke Persönlichkeiten und Charaktere, die auch auf dem Rasen Einfluss nehmen können. 

Mit der Verpflichtung von Matthias Sammer als Mentor und Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung hat das mächtige BVB-Führungsduo demonstriert, dass es zumindest nicht beratungsresistent ist. Doch der Druck auf Watzke und Zorc wird weiter wachsen. In der Trainerfrage darf es keinen weiteren Fehlgriff mehr geben. Lucien Favre wird, sofern er wirklich auf Stöger folgen wird, kein leichtes Amt in Dortmund antreten.

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