Kommentar: Kein klares Bekenntnis für Roman Bürki als Nummer eins

+

Nein, es war keine Überraschung, dass die Dortmunder Verantwortlichen ausgerechnet in einer schwächeren Phase den Vertrag mit Torhüter Roman Bürki vorzeitig verlängert haben. Beim BVB ist das in solchen Situationen durchaus gängige Praxis.

Demonstrativ haben die Verantwortlichen der Westfalen ihrem Schlussmann in einer wichtigen Phase der Saison den Rücken gestärkt. Keine Frage – dass der Schweizer ein sehr guter Torhüter ist, hat er in der vergangenen Saison mit starken Leistungen bewiesen. Besondere Fähigkeiten werden ihm bei der Ballarbeit mit dem Fuß, sprich der Spielöffnung attestiert. Damit hatte er seinen Vorgänger Roman Weidenfeller, der derzeit seine Laufbahn beim BVB als Nummer zwei ausklingen lässt, endgültig auf die Bank verdrängt.

Die Vertragsverlängerung dürfte aber kein klares Bekenntnis der Vereinsverantwortlichen dafür sein, dass Bürki auch über die Saison hinaus die Nummer eins der Borussia sein wird. Der Schweizer hat in dieser Saison schon mehrmals gepatzt. Bei der 1:3-Niederlage in Tottenham wurden ihm gleich zwei Treffer angekreidet, die er im kurzen Eck kassierte. Gleiches passierte gegen Real Madrid. Und zuletzt sah Bürki auch in der Bundesliga beim 2:3 gegen Leipzig zumindest bei einem Treffer nicht besonders gut aus.

Da Roman Weidenfeller, der inzwischen 37 Jahre alt ist, ab Sommer 2018 wohl nicht mehr als Aktiver zum Profi-Kader gehören dürfte, werden sich die Scouts der Schwarz-Gelben schon in naher Zukunft nach einem neuen, jüngeren Torhüter umsehen müssen. Damit auch im Training der Druck auf Bürki wieder größer wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare