Borussia Dortmund

Kommentar: Einer wie Hummels fehlt dem BVB

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Mats Hummels (rechts) im Duell mit Jacob Bruun Larsen

Mats Hummels steht vor der Rückkehr zu Borussia Dortmund. Die Fan-Szene ist gespalten. Sportlich erscheint die Rückhol-Aktion des Münchners aber sinnvoll. Ein Kommentar.

Für vier Millionen Euro hatten die Dortmunder im Sommer 2009 das damalige Abwehr-Talent Mats Hummels aus München zum BVB geholt, sieben Jahre später verließ der inzwischen zum Weltklasse-Innenverteidiger gereifte Nationalspieler die Borussia wieder in Richtung Bayern. Für die stolze Ablösesumme von 35 Millionen. Selbst wenn die Schwarz-Gelben jetzt 20 Millionen an die Münchner überweisen, bleibt unter dem Strich für die Westfalen in dieser Personalie immer noch ein Gewinn.

Doch weitaus mehr interessiert die Fans des BVB, ob sich die Verpflichtung des Weltmeisters von 2014 auch sportlich lohnt. Bei dieser Einschätzung scheiden sich die Geister. „Zu lahm, nicht mehr so spritzig in den Zweikämpfen“, argumentiert der eine Teil der Anhänger in den sozialen Medien. „Ein echter Führungsspieler, der auf dem Platz die anderen mitreißen kann“, lautet die Meinung der Befürworter einer Hummels-Rückkehr.

Lesen Sie hier: Hummels zurück zum BVB? Das ist der Stand

Eine echte Persönlichkeit, die dem BV Borussia im zuletzt knapp verlorenen Meisterschafts-Zweikampf mit dem FC Bayern vermutlich gefehlt hat. Besonders in der Defensive, die vor allem in der Rückrunde an Stabilität verlor. 

Mats Hummels wirkt befreiter seit dem Nationalteam-Aus

Zweifellos wäre Hummels einer, der der Kette vor Schlussmann Roman Bürki mehr Sicherheit verleihen könnte. Hummels hat eine starke Rückrunde in München gespielt. Seitdem er nicht mehr das Nationaltrikot trägt, wirkt er irgendwie befreiter.

Auch für Hummels wäre dieser Transfer mit Blick auf seinen wohl letzten großen Vertrag im Profi-Fußball ein Volltreffer. Bei den Münchnern hätte der 30-Jährige angesichts der Verpflichtung von Lucas Hernández und Benjamin Pavard wohl nicht so viele Einsatz-Minuten wie in Dortmund. 

Zudem gilt sein Verhältnis zu Trainer Niko Kovac, der schon in der vergangenen Saison Niklas Süle zur Nummer eins in der Bayern-Abwehr erklärt hatte, zumindest als angespannt. 

Transfer-Ticker: Das sind aktuellen Gerüchte rund um den BVB

Hummels ist ein Typ, der das Gefühl liebt, gebraucht zu werden. In Dortmund wäre das der Fall. Dass er beim BVB „stets extrem willkommen“ sei, hatte ihm Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bei seinem Abschied versichert. Dennoch waren vor drei Jahren, als er die Borussia verließ, weil er mit den Bayern die größere Chance sah, die Champions League zu gewinnen, die Reaktionen gespalten. 

Selbst wenn es jetzt massive Proteste geben sollte, dürfte sich das schnell legen. Dies hat das Beispiel Mario Götze gezeigt, der sich nach der Rückkehr mit guten Leistungen die Zuneigung zurückerkämpft hat. Das sollte auch Hummels gelingen.

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