Nach dem Pokalfinale

Kommentar zur Causa Tuchel: Nur Verlierer beim BVB

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Watzke und Tuchel hier mal in seltener Eintracht.

Berlin - Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung des BV Borussia Dortmund, steht vor der unangenehmsten Aufgabe seiner Amtszeit beim westfälischen Traditionsklub.

Wie begründet er die vorzeitige Trennung von einem Trainer, der am Ende der Saison alle zuvor gesteckten Ziele erreicht hat? Thomas Tuchel darf für sich in Anspruch nehmen, mit Platz drei in der Fußball-Bundesliga und dem Triumph im DFB-Pokal-Finale in Berlin seine Aufgaben erfüllt zu haben. 

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Dennoch wird der Verein dem Fußball-Lehrer den Wunsch verwehren, die an sich erfolgreiche Arbeit bei den Schwarz-Gelben fortzusetzen. Noch in dieser Wochen werden beide Seiten die Zusammenarbeit wohl für beendet erklären. Tuchels Hoffnung, dass die anstehenden Gespräche ergebnisoffen angegangen werden, dürfte nicht mehr als ein frommer Wunsch sein.

Nur Verlierer beim BVB

Eine Situation, bei der es keine Gewinner, sondern nur Verlierer geben wird. Beide Seiten werden aus dem seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen Trainer und Vereinsführung mit einigen Dellen und Beulen hervorgehen. Tuchel, dem es sichtlich schwer fiel, sich mit Haut und Haaren dem Verein zu verschreiben, wie es sein Vorgänger Jürgen Klopp vorgelebt hatte, ist sportlich sicher nur wenig vorzuwerfen. 

Durch sein Auftreten nach dem Spengstoffanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus hat der Coach zwar in den vergangenen Wochen deutlich Pluspunkte in der Anhängerschaft gesammelt, dabei aber die Vereinsführung brüskiert. Die Chemie zwischen Coach und Klubspitze stimmte aber bereits zuvor nicht. Unvorstellbar, dass sich Tuchel und Watzke außerhalb ihrer Tätigkeit privat bei einem Bier getroffen hätten. Jetzt geht es nur noch darum, die Trennung für beide Seiten ohne größeren Imageschaden zu meistern. Ein dickes Brett, das Watzke zu bohren hat.

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