Borussia Dortmund

Kommentar: BVB-Bosse sollten sich nicht blenden lassen

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Beim BVB herrscht wieder Lust statt Frust.

Der BVB ist zurück in der Spur - auch dank der Maßnahmen von Trainer Lucien Favre. Doch die Bosse von Borussia Dortmund dürfen sich nicht blenden lassen. Ein Kommentar.

Es ist die vordergründigste Aufgabe eines Trainers, die Mannschaft so aufzustellen, dass möglichst alle Akteure ihre Stärken ausspielen können. Lucien Favre, Fußball-Lehrer der Hochbegabten von Borussia Dortmund, hat sich damit in den vergangenen Wochen etwas schwer getan. Sowohl was die taktische Ausrichtung anging, als auch was das Personal betraf. Zu oft hat sich der BVB-Coach in der Vergangenheit am Gegner orientiert anstatt die eigenen Vorzüge in den Vordergrund zu stellen.

Inzwischen hat der Schweizer offenbar an den richtigen Stellschrauben gedreht, der Mannschaft mit dem 3-4-3 ein System verordnet, das ihr in der Defensive mehr Sicherheit und im Offensivverhalten mehr Spielraum gibt.

Die Dreierkette, in der sich neben Manuel Akanji und Routinier Mats Hummels in Zukunft wohl auch Dan-Axel Zagadou einen festen Platz erkämpfen dürfte, verleiht der Borussia mehr Stabilität. Das Vierer-Mittelfeld garantiert eine zusätzliche Absicherung auf den Außenbahnen, die bei eigenem Ballbesitz auch in der Vorwärtsbewegung Überzahl auf den Flügeln ermöglicht. Dazu erwies sich die Maßnahme, Julian Brandt gegen Düsseldorf auf die Acht zu beordern, als richtig.

Braucht der BVB doch keinen neuen Stürmer?

Und die Angriffsreihe mit in Eins-zu-Eins-Duellen so brandgefährlichen Leuten wie Marco Reus, Thorgan Hazard und Jadon Sancho, die zudem ständig die Positionen tauschen, sorgt beim Gegner für ständige Unruhe und Verwirrung. Benötigt der Favre-Fußball deshalb keinen weiteren Mittelstürmer neben Paco Alcacer, den sich die BVB-Fans zum Jahreswechsel so sehnlich wünschen?

BVB feiert klaren Sieg gegen Düsseldorf

Die Verantwortlichen sollten sich von den beiden vergangenen Spielen nicht blenden lassen. Schon in den nächsten Tagen trifft Dortmund auf stärkere Gegner als Hertha und Düsseldorf. Bereits die ersten 25 Minuten gegen die Fortuna zeigten: Noch läuft nicht alles rund.

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