27. Spieltag

Kollektives Durchatmen - aber keine Jubelstürme nach Sieg gegen 96 beim BVB

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Die BVB-Profis waren nach dem Schlusspfiff erleichtert über den Sieg gegen Hannover 96.

Es waren wichtige drei Punkte, die der BVB gegen Hannover eingefahren hat. Zum Feiern war aber nach dem Abpfiff niemandem zumute.

Die Atmosphäre im mit 81360 Zuschauern ausverkauften Stadion war nach dem Schlusspfiff schon etwas befremdlich. Den Dortmunder Fans war nach dem schwer erkämpften, auf Grund der zahlreichen Chancen aber verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg über Hannover 96 nicht zum Feiern zumute. 

Vielmehr herrschte auf den Rängen große Erleichterung, denn nach dem peinlichen Aus in der Europa League in Salzburg bleibt der BVB in der Bundesliga auf Champions-League-Kurs und hält in der Tabelle direkten Anschluss an den Nachbarn aus Schalke.

Auf Batshuayi ist verlass

So richtig zufrieden verließ aber niemand den Signal Iduna Park, denn die Borussia verfiel wieder einmal in derzeit gewohnte Verhaltensmuster, begann stark und baute danach immer mehr ab. Zumindest können sich die Dortmunder derzeit auf Chelsea-Leihgabe Michy Batshuayi verlassen. 

Der belgische Nationalspieler erzielte in seiner siebten Bundesliga-Begegnung mit seinem sechsten Treffer nach 24 Minuten erneut das entscheidende Tor. Sein Fazit fiel daher positiv aus. „Wir waren mental stark, haben auf dem Platz gezeigt, dass wir die drei Punkte unbedingt wollten“, freute sich Batshuayi über den Sieg.

Ohne Reus gegen 96

Marco Reus stand gegen Hannover wegen seiner Adduktorenbeschwerden nicht zur Verfügung. Doch an der Offensive lag es nicht, dass die Dortmunder erneut schwächere Phasen durchliefen, zumal sich auch Mario Götze gegenüber Salzburg verbessert zeigte. 

Die Bilder der Partie Borussia Dortmund gegen Hannover 96

Das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können, aber Batshuayi (schon nach 40 Sekunden) und der eingewechselte Maximilian Philipp (89.) trafen jeweils freistehend nur den Pfosten. In erster Linie fehlte es an der Kreativität im Mittelfeld, und auch die Abwehr erwies sich nicht immer als sattelfest. Dennoch kamen die harmlosen Niedersachsen kaum zu Chancen.

Stöger lobt Reaktion seiner Mannschaft

Deshalb zeigte sich Trainer Peter Stöger nicht unzufrieden, sprach angesichts der aktuell schwierigen Situation und der harten Kritik nach dem internationalen K.o. von einer guten Reaktion seiner Mannschaft, die entsprechende Mentalität und diesmal auch den Willen gezeigt habe. 

„Es war sicherlich nicht alles optimal, doch ich habe viele gute Dinge gesehen, die uns vermutlich auch in Salzburg geholfen hätten“, meinte der Coach, der seine Mannschaft jetzt in der Länderspielpause in Ruhe auf die Aufgabe bei den Bayern am 31. März (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) vorbereiten will und schon einmal eine kleine Kampfansage an die Münchner richtete: 

Kampfansage an Bayern

„Wir freuen uns auf dieses Spiel. Wir wollen nicht unbedingt dabei sein, wenn die Bayern ihre Meisterschaft feiern. Wir haben uns in der Bundesliga zuletzt recht gut aufgestellt und fahren mit dem Gefühl nach München, zwölf Spiele nicht verloren zu haben.“

Ein Erfolgserlebnis an der Isar würde auch Stöger weitere Pluspunkte im Kampf um eine Vertragsverlängerung über das Saisonende hinaus bringen. Der BVB-Sportdirektor ließ sich aber am Sonntag am Rande des Spiels nicht entlocken, wann es in Dortmund zu den entscheidenden Gesprächen kommen wird. 

„Das ist nicht ein Datum und nicht ein Tag“, erklärte Michael Zorc gegenüber Eurosport. Die Verantwortlichen wollen sich erst zusammensetzen „wenn die Überzeugung klar und man der Meinung ist, dass es die richtige Entscheidung für Borussia Dortmund für die nächsten Jahre ist."

Zorc bestätigte aber erneut, dass es am Saisonende bei den Schwarz-Gelben zu einem personellen Umbruch kommen wird. Doch bei den Planungen will sich der BVB weiter Zeit lassen: „Wir müssen jetzt nicht unruhig werden. Die Weichenstellung kann auch im nächsten Monat geschehen. Wir müssen sehen, dass wir das Minimalziel Champions-League-Qualifikation erreichen.“ 

Zorc: "Wird Veränderungen geben"

Davon wird vor allem mit Blick auf das Personal sehr viel abhängen. „Wir wissen aber auch, dass es Veränderungen im Kader geben muss und am Ende auch geben wird“, erklärte Zorc. „Das ist nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben."

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