BVB ohne drei Verteidiger zum VfL

Keine Zeit zu feiern: Geburtstagskind Favre mit Sorgen nach Wolfsburg

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Auf seinen 61. Geburtstag am Freitag wollte BVB-Trainer Lucien Favre nur mit einem Glas Mineralwasser anstoßen. Ihn plagen vor der Partie in Wolfsburg Personalprobleme in der Abwehr - und ganz vorne fehlt einer, der zuletzt überzeugte.

Dortmund - Auf seinen 61. Geburtstag am Freitag wollte Lucien Favre nur mit einem Glas Mineralwasser anstoßen. „Ohne Gas“, wie der Schweizer mit einem Lächeln betonte. Dabei hätte es nach seinem erfolgreichen Start als BVB-Trainer durchaus Champagner sein können.

Denn mit dem 3:2 (2:2, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung in der 2. DFB-Pokal-Hauptrunde gegen Union Berlin blieb der Schweizer auch in seinem 14. Pflichtspiel mit dem BVB unbesiegt, stellte damit den Rekord von Thomas Tuchel ein. Zeit zum Feiern blieb Favre aber nicht, schließlich ging es für den Fußball-Lehrer darum, seine Mannschaft auf die dritte intensive englische Woche in Folge vorzubereiten.

Am Samstag (15.30 Uhr/hier live im TV oder bei uns im Ticker) Bundesliga beim VfL Wolfsburg, schon am Dienstag steht das Rückspiel in der Champions League bei Atlético Madrid an. Und danach folgt direkt am 10. November das Gipfeltreffen mit dem FC Bayern München, in das die Schwarz-Gelben gerne als Tabellenführer gehen möchten.

So könnte der BVB beim VfL Wolfsburg spielen

Den Vorwurf, dass sich Favre in dieser schweren Phase gegen den Berliner Zweitligisten mit seiner B-Elf verzockt hatte und deshalb mit der Verlängerung zusätzliche Kräfte vergeudete, ließ Michael Zorc nicht gelten. Für den Sportdirektor waren die sieben Änderungen in der Startformation gegenüber dem 2:2 gegen Hertha BSC „alternativlos.

Man kann nicht alle drei bis vier Tage Höchstleistungen abrufen. Wir hätten gern nach 90 Minuten gewonnen, aber im Pokal nehmen wir die Verlängerung derzeit wohl immer mit“. Das lag laut Zorc in erster Linie daran, dass einigen Profis, die zuvor wenig zum Zuge kamen, der Rhythmus fehlte. Auch der Trainer beteuerte, „dass wir derzeit rotieren müssen“ und führte Manuel Akanji als Beispiel an. „Er hatte sieben Spiele in Folge absolviert, kehrte dann verletzt von der Nationalmannschaft zurück und musste drei Wochen pausieren“, erklärte Favre.

Bronchitis: Götze fehlt in Wolfsburg

Der Innenverteidiger hat nach überstandenen Hüftprobleme zwar das Training aufgenommen, doch ob es für einen Einsatz in Wolfsburg reicht, wollte der Coach nicht bestätigen. Favre muss mit Blick auf die Aufgabe in der Königsklasse in Madrid auch abwägen, ob sein Mitwirken am Wochenende ein Risiko wäre. Schließlich fehlen dem BVB mit Marcel Schmelzer, Lukasz Piszczek und Abdou Diallo, der schon nach wenigen Minuten gegen Union mit einer Adduktorenverletzung passen musste, aktuell gleich drei Verteidiger.

Defenitiv wird Mario Götze, der an einer Bronchitis laboriert, nicht mit nach Wolfsburg reisen können. Dagegen steht Mittelfeldspieler Thomas Delaney ebenso zur Verfügung wie Top-Torjäger Paco Alcácer, der zuletzt im Pokal bereits auf der Bank saß. Angesichts der Personalprobleme beschäftigte sich Favre im Vorfeld der Partie bei den Niedersachsen mehr mit seiner eigenen Mannschaft, weniger mit den gastgebenden „Wölfen“.

„Wir müssen in erster Linie auf uns schauen“, betonte der Schweizer. „Wolfsburg hat aber eine gute Mannschaft und zuletzt zweimal gewonnen. Sie hatten immer sehr enge Spiele.“ Ein Wiedersehen gibt es aus Dortmunder Sicht mit Daniel Ginczek, der eine Laufbahn beim BVB begann und über die Stationen St. Pauli, Nürnberg und Stuttgart jetzt in Wolfsburg gelandet ist. „Ich verfolge natürlich seinen Weg“, sagte Zorc über den Stürmer. „Er ist ein richtig guter Junge, sehr robust. Auf ihn müssen wir sicherlich aufpassen.“

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