Meister-Frage

Fragwürdige Entscheidung gegen den BVB! Präsident Rauball wütet: Das ist Diskriminierung

Die Meister-Frage im Frauen-Handball sorgt für Streit in der Liga. BVB-Präsident Reinhard Rauball spricht in diesen Zusammenhang von Diskriminierung.

  • Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) hat entschieden, dass es na dem Saison-Abbruch wegen des Coronavirus* anders als bei den Männern keinen Meister gibt.
  • Betroffen sind dabei die Handballerinnen von Borussia Dortmund.
  • BVB-Präsident Reinhard Rauball wütet.

Dortmund - Auf der einen Seite: Party! Nachdem die große Mehrheit der 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga beschlossen, die Saison im Handball wegen der Corona-Pandemie abzubrechen, haben die Spieler des THW Kiel mit ihrem Trainer Filip Jicha den Gewinn der deutschen Handball-Meisterschaft in einer 30 Minuten langen Video-Konferenz gefeiert.

Ganz anders sah es derweil bei den Frauen aus. Dort wird es in der abgebrochenen Saison keinen Meister geben. Es ist eine Entscheidung, wegen der in der Frauen-Bundesliga ein heftiger Streit entfacht ist. Klub-Präsident Reinhard Rauball sieht "Anzeichen einer Diskriminierung", weil die Handballerinnen von Borussia Dortmund trotz Tabellenführung nicht auch zum Meister gekürt wurden.

"Ich habe kein Verständnis dafür. Der Sport wird mit Füßen getreten", sagte der BVB-Boss Rauball den Ruhr Nachrichten: "Bei den Männern wird der Spitzenreiter zum Meister ausgerufen, bei den Frauen aber nicht. Das hat Anzeichen einer Diskriminierung, denn es gibt keine sportlichen Argumente für diese Entscheidung."

BVB-Rivale Bietigheim reagiert mit Unverständnis

Diese Aussagen kommen beim Rivalen SG BBM Bietigheim, mit nur einem Punkt Rückstand Tabellenzweiter, gar nicht gut an. "Gerade in diesen Zeiten ist ein bisschen mehr Demut angesagt. Wie man in diesem Zusammenhang von Diskriminierung sprechen kann, ist mir völlig unverständlich", sagte Bietigheims Geschäftsführer Torsten Nick dem SID: "Als Funktionär sollte man eine Verbandsentscheidung akzeptieren."

Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) hatte ihre Entscheidung damit begründet, dass zum Zeitpunkt des Abbruchs "noch fast ein Drittel der Saison zu spielen war" und auch das direkte Duell zwischen Bietigheim und Dortmund noch ausgestanden hatte. "Wir halten das für eine faire Entscheidung der HBF, auch wenn wir fest daran geglaubt haben, den BVB noch abzufangen", sagte Nick.

sid/WA

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Boris Roessler/dpa

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