Nach dem Ende der Saison

Die Kaderplanung des BVB: Wer kommt und wer geht

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Auf BVB-Sportdirektor Michael Zorc wartet noch viel Arbeit.

BERLIN - Während die Profis des BV Borussia Dortmund nach dem Pokalfinale in den wohlverdienten Urlaub gehen, beginnt für Michael Zorc die ganz heiße Phase. 

Der Sportdirektor muss in den kommenden Wochen die Weichen für eine weitere erfolgreiche Saison stellen. Doch mit Blick auf die Kader-Planung für die erneut anstehende Dreifach-Belastung mit Bundesliga, Pokal und Champions League hat Zorc bereits sehr gute Vorarbeit geleistet. Mit dem Leverkusener Abwehr-Routinier Ömer Toprak und dem Mönchengladbacher Mittelfeld-Talent Mahmoud Dahoud wurden schon vor Wochen zwei Transfers besiegelt. 

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Der 27-jährige Toprak soll mit seiner Robustheit der zuletzt oft sehr anfälligen Abwehr der Schwarz-Gelben mehr Stabilität verleihen. „Toprak ist ein starker, international erfahrener Innenverteidiger mit hoher Führungsqualität", beschreibt Zorc die Qualitäten des türkischen Nationalspielers. Dafür wird der BVB zwölf Millionen Euro an Leverkusen überweisen. Toprak hat in Dortmund einen Vertrag bis 2021 unterschrieben, freut sich auf eine neue Herausforderung: „Ich habe in meiner Zeit in Leverkusen tolle Dinge erlebt, bin Nationalspieler geworden und durfte bei Bayer 04 die Kapitänsbinde tragen. Wenn ich im Sommer nach Dortmund gehe, beginnt für mich ein neuer Abschnitt.“ 

"Schnäppchen" Mahmoud Dahoud

Gleiches gilt auch für Mahmoud Dahoud, den die Borussia für die festgeschriebene Ablösesumme von zehn Millionen Euro aus Mönchengladbach weglocken konnte. Aus Dortmunder Sicht ein richtiges Schnäppchen. „Mo Dahoud ist ein hochtalentierter und spannender Spieler für das zentrale Mittelfeld, den wir seit mehreren Jahren sehr intensiv beobachten. Er hat bereits nachgewiesen, dass er auf Top-Niveau spielen kann", erwartet auch Zorc sehr viel von dem Neuzugang. 

Mit Dan-Axel Zagadou aus dem Nachwuchs des FC Paris Saint-Germain haben die Borussen übrigens einen weiteren talentierten Innenverteidiger an der Angel. Der französische Junioren-Nationalspieler, der am 3. Juni 18 Jahre alt wird, kann ablösefrei wechseln. Er soll bereits in den nächsten Tagen einen Vertrag in Dortmund unterschreiben. Worüber sich vor allem Ousmane Dembélé freuen dürfte, da sein Spezi Pierre-Emerick Aubameyang, der sich auch in der Freizeit um den Nachwuchsmann kümmert, die Westfalen vermutlich Richtung Paris verlassen wird. 

Modeste als möglicher Aubameyang-Ersatz

Zumindest einen Großteil der zu erwartende Ablösesumme von 70 bis 80 Millionen Euro werden die Dortmunder für einen Nachfolger des Bundesliga-Torschützenkönigs investieren müssen. Denn aus eigenen Reihen wird die Lücke, die der Gabuner hinterlassen würde, diesmal wohl nicht zu schließen sein. Und ein echter Knipser ist in Europa nicht günstig zu haben. Ein möglicher Kandidat könnte der Kölner Anthony Modeste sein, der in der Bundesliga-Torschützenliste hinter Aubameyang und dem Münchner Robert Lewandowski mit 25 Treffern auf Rang drei landete. 

Neben Aubameyang wird vermutlich auch Matthias Ginter den BVB verlassen, obwohl er in der vergangenen Saison mit 29 Bundesliga-Einsätzen zum festen Stamm gehörte. Angeblich soll die TSG Hoffenheim an dem 23-Jährigen interessiert sein. Der Marktwert des gebürtigen Freiburgers liegt aktuell bei 15 Millionen Euro. Da der Vertrag des Weltmeisters noch bis 2019 läuft, könnten auch 20 Millionen Euro Ablösesumme möglich sein. Eine Summe, die sich Mönchengladbach als weiterer Mitbewerber kaum leisten kann. Für die ebenfalls interessierten Leipziger dagegen durchaus machbar.

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