Klopp lobt vor Hertha-Spiel Bereitschaft zur völligen Verausgabung

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Dortmund-Trainer Jürgen Klopp ist noch nicht in Urlaubsstimmung.

DORTMUND - 26 Pflichtspiele hat der BV Borussia Dortmund in der laufenden Saison bereits absolviert. Die Mannschaft kroch in den vergangenen Wochen angesichts des großen Verletzungspechs schon auf dem Zahnfleisch. Aber Weihnachts- oder Urlaubsstimmung kommt bei Jürgen Klopp derzeit vor der letzten Aufgabe gegen den Aufsteiger Hertha BSC Berlin (Samstag, 15.30 Uhr) nicht auf.

Von Peter Schwennecker

„Wir sind ganz weit davon entfernt, darüber nachzudenken“, betont der BVB-Trainer. „In diesem Spiel, in dem es um unheimlich viel geht, wollen wir noch einmal alles reinwerfen, was wir zur Verfügung haben.“ Da meist der letzte Eindruck haften bleibt, will Klopp unbedingt mit einem Dreier in die kurze Winterpause gehen, die für die Schwarz-Gelben schon am 5. Januar mit dem Trainingsauftakt endet.

Magere vier Punkte hat der Vizemeister aus den vergangenen vier Bundesliga-Begegnungen geholt. Deshalb will er mit einem Sieg und dann 35 Zählern zumindest den dritten Platz absichern. An fehlender Kraft liegt es laut Klopp nicht, dass die Dortmunder zuletzt den Anschluss an die Münchner Bayern haben abreißen lassen. „Frische ist nicht wirklich unser Problem“, erklärt der Coach. „Die Mannschaft ist nach einem außergewöhnlichen Spiel in Marseille in Hoffenheim über 122 Kilometer gelaufen. Das ist überragend“, betont Klopp, der der Partie gegen den Neuling zuversichtlich entgegen sieht: „Die Mannschaft wirkt, als hätte so ganz große Lust auf Fußball. Was ich gesehen habe, gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir am Samstag bereit sind.“

Doch leicht wird es gegen die Berliner nicht. Die Hertha hat laut Klopp „einen sehr guten Plan“ und „einen tollen Kader“. Und sie trägt deutlich die Handschrift von Trainer Jos Luhukay. „Die Berliner schalten schnell um, sind taktisch super diszipliniert“, sagt Klopp. „Sie scheuen sich auch nicht davor, die Manndeckung auch einmal über den ganzen Platz zu spielen.“ Das sei unangenehm, doch müsse seine Elf dafür sorgen, noch unangenehmer zu agieren.

Der Dortmunder Fußball-Lehrer hat erkannt, dass sein Team zuletzt im Bereich eigener Ballbesitz sicherer und klarer in den Abläufen geworden ist. „Wir müssen uns nur besser absichern, als wir das bei den beiden Gegentoren in Hoffenheim getan haben“, erklärt der Trainer.

Der verspricht den Fans zum Jahresausklang noch einmal eine Vollgas-Veranstaltung: „Unsere Mannschaft hat mich begeistert, was die Bereitschaft zur völligen Verausgabung angeht. Und das werden wir am Samstag noch einmal in die Waagschale werfen.“

Zumindest im Abwehrbereich haben die Borussen wieder mehr Alternativen. Dennoch ist davon auszugehen, dass der junge Marian Sarr nach zuletzt guten Leistungen eine weitere Chance in der Innenverteidigung neben Sokratis erhält, dessen Sperre abgelaufen ist. Eng wird es für die Schwarz-Gelben nur auf der Doppelsechs, wenn sowohl Sebastian Kehl als auch Sven Bender passen müssen. Dann wäre vielleicht sogar Oliver Kirch wieder eine Option.

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