2:0-Sieg gegen Arsenal

Die Borussia feiert einen Erste-Klasse-Start

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Jubel über den ersten Pflichtspieltreffer im BVB-Trikot: Ciro Immobile.

DORTMUND - Die Champions League ist mittlerweile die wichtigste Einnahmequelle für Borussia Dortmund geworden. In der vergangenen Saison, als die Schwarz-Gelben im Viertelfinale am späteren Sieger Real Madrid gescheitert waren, hatte der BVB 48,3 Millionen Euro eingenommen. Am Dienstag machte das Team von Trainer Jürgen Klopp den ersten Schritt auf dem Weg, wieder viel Geld zu generieren.

Denn im Auftaktspiel der Gruppenphase gewann der deutsche Vize-Meister das Heimspiel gegen den FC Arsenal, den vermeintlich schwersten Gegner, völlig verdient mit 2:0 (1:0) und legte damit einen Erste-Klasse-Start in der Königsklasse hin.

Überraschte Gesichter hatte es bei den BVB-Fans – und wohl auch bei einigen Akteuren – vor der Partie gegeben. Denn Jürgen Klopp hatte im Vergleich zum 3:1-Bundesligasieg gegen den SC Freiburg gleich vier neue Akteure gebracht – teils gezwungenermaßen, teils freiwillig.

 Für Shinji Kagawa, der am Samstag bei seiner furiosen Rückkehr ins Borussen-Team mit Krämpfen in der Wade ausgewechselt worden war, für den an der Hüfte verletzten Lukasz Pisczcek sowie für Milos Jojic und Adrian Ramos rückten Marcel Schmelzer, Sven Bender, Pierre-Emerick Aubameyang und 18,5-Millionen-Euro-Neuzugang Ciro Immobile in die Startformation. Offensichtlich will der BVB, bei dem weiter die verletzten Stammkräfte Hummels, Reus und Gündogan fehlten, Resourcen schonen, um für die lange Saison gewappnet zu sein.

Von Schonung wollten die elf Dortmunder, die gestern von Beginn an aufliefen, aber nichts wissen. Sie drückten mit viel Herz und Leidenschaft sofort aufs Tempo, bestimmten gegen die tief stehenden und meist nur reagierenden Gunners das Geschehen, kamen aber zuerst kaum einmal zu klaren Chancen. Der einzige Aufreger der Anfangsphase war eine Gelbe Karte gegen Henrikh Mkhitaryan. Er hatte Mikel Areta im Strafraum ausgetanzt und war dabei zu Fall gekommen. Der portugiesische Schiedsrichter Olegario Benquerenca entschied aber zum Ärger der Dortmunder nicht auf Strafstoß, sondern verwarnte den Armenier (5.).

So dauerte es fast eine halbe Stunde, bis die Borussen gefährlich vor dem Gehäuse des englischen FA-Cup-Siegers auftauchten. Doch Aubameyang schoss nach schönen Zuspiel von Kevin Großkreutz Arsenal-Keeper Wojciech Szczesny an (27.), und Mkhitaryan zielte aus sieben Metern zu hoch (29.). Besser machte es dann aber der stark aufspielende und umtriebige Immobile. Nachdem kurz zuvor Danny Welbeck die einzige Möglichkeit für den FC Arsenal ausgelassen hatte (41.), schloss der italienische Nationalspieler in der 45. Minute seinen furiosen Alleingang über das halbe Spielfeld per Flachschuss zum absolut verdienten 1:0 für die Schwarz-Gelben ab.

Für die Vorentscheidung sorgte dann bereits in der 48. Minute Aubameyang, der nach einem Zuspiel von Großkreutz zum 2:0 traf. Anschließend waren die Gunners, bei denen Mesut Özil eine ganz schwache Partie ablieferte und Lukas Podolski erst in der 77. Minute zum Einsatz kam, zwar bemüht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch die Dortmunder kontrollierten bis zum Abpfiff die Partie und fuhren letztlich überaus souverän und ungefährdet die ersten drei Punkte in der Königsklasse ein. - von Patrick Droste

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