DFB-Pokal-Finale

Heimspiel in Berlin für Eintracht-Trainer Niko Kovac

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Vor dem DFB-Pokal-Finale ist Eintracht-Trainer Niko Kovac gut gelaunt.

Berlin - Das Objekt der Begierde steht direkt vor seinen Augen. Niko Kovac, Trainer der Frankfurter Eintracht, betrachtet es mit glänzenden Augen. So ganz in seiner Reichweite ist der DFB-Pokal aber noch nicht.

Davor stehen am Samstag 90 oder 120 Minuten im Finale gegen Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion. „Alle Spieler und Trainer werden am Ende immer an Titeln gemessen. Wir wollen jetzt die Früchte einer langen Saison ernten und den Pokal auch gewinnen. Für den Lebenslauf wäre das ganz toll“, sagt der Coach.

Als Spieler hat er den „Pott“ schon 2003 mit dem FC Bayern München gewonnen. Ihn jetzt auch als Trainer in den Händen zu halten, wäre für den 45-Jährigen etwas ganz Besonderes, vor allem in seinem Geburtsort. „Dass wir es nach Berlin geschafft haben, ist einzigartig. Ich habe mich riesig darüber gefreut, hier das Finale spielen zu dürfen“, betont Kovac. „Meine Familie und viele alte Freunde werden dabei sein.“

Zwei Profis mit Endspielerfahrung

Mit Alexander Meier und Marco Russ stehen immerhin zwei Profis im aktuellen Kader der Hessen, die bereits über Endspielerfahrung in diesem Wettbewerb verfügen. Sie waren schon vor elf Jahren dabei, als die Eintracht im Olympiastadion mit 0:1 durch ein Kopfballtor von Claudio Pizzaro gegen die Münchner Bayern verlor. „Deswegen wollen wir jetzt unbedingt gewinnen“, beteuert Meier, obwohl er nicht weiß, ober er überhaupt zur Starformation der Eintracht gehören wird. 

„Mir ist es egal, ob ich 90, 30 oder nur zwei Minuten spiele. Hauptsache ich bin dabei“, sagt der Stürmer. „Ich habe noch keinen Titel, auch ganz Frankfurt wartet darauf. Es ist das größte Spiel meiner Karriere." In der Außenseiterrolle fühlen sich die Frankfurter offenbar wohl. „Wir sind hochmotiviert, das wird ein sehr spannendes Spiel. Wir werden sehen, wer am Ende der Sieger sein wird“, schmunzelt der Routinier vor der Partie gegen den BVB.

Emotionales Spiel für Marco Russ

Ein emotionales Spiel wird das Finale auch für Russ, der vor einem Jahr an Krebs erkrankte und im Halbfinale mit einem verwandelten Elfmeter mit entscheidend dazu beitrug, das Ticket für Berlin zu buchen. „Für mich ist es ein sehr besonderer Moment, dass Marco nach einem Jahr wieder vollkommen gesund und ein wichtiger Bestandteil dieser Mannschaft ist. Er hat einen hohen Stellenwert“, sagt Kovac. 

Guillermo Varela allerdings nicht mehr. Der Profi aus Uruguay hatte sich zu Beginn der Woche ein Tattoo stechen lassen, das sich entzündete. Was Kovac als klares Fehlverhalten wertete, weshalb er Varela suspendierte. „Darüber ist alles gesagt und geschrieben worden“, erklärt Kovac, der froh darüber ist, dass er wieder auf Verteidiger Jesus Vallejo zurückgreifen kann. „Er ist fit“, bestätigt der Eintracht-Coach.

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