Remis in Frankfurt

Hadert Reus mit den vergebenen Chancen? Das sagen seine Mitspieler und Sportdirektor Zorc

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Er erzielte zwar ein Tor, ließ aber auch weitere Treffer liegen gegen Eintracht Frankfurt: BVB-Kapitän Marco Reus (Mitte).

BVB-Kapitän Marco Reus hat zwar ein Tor erzielt, dafür aber die vorzeitige Entscheidung vergeben. Das sagen seine Mitspieler Roman Bürki und Julian Weigl dazu.

Frankfurt – Torschütze und dennoch der Pechvogel des Nachmittags: BVB-Kapitän Marco Reus hat beim 1:1-Unentschieden von Borussia Dortmund bei Eintracht Frankfurt den Führungstreffer erzielt, dafür aber zwei richtig dicke Chancen vergeben – sofort im Anschluss. "Er hat sich schon in der Halbzeit geärgert über sich", sagt Torwart Roman Bürki. Er glaubt: "Marco ist stark im Kopf." Zwei Punkte hat der BVB dadurch allerdings liegengelassen.

Besonders ärgerlich: Zeitgleich patzte Verfolger Bayern München in Leverkusen. Die Werkself besiegte den Rekordmeister mit 3:1, Dortmund vergrößerte seinen Abstand in der Tabelle damit auf sieben Punkte – hätte sogar auf neun davonziehen können. Bürki ärgert das. "Ich hätte die Partie echt lieber gewonnen. Man nimmt die Ergebnisse bei den anderen Mannschaften auch wahr", sagt er. So brandete zwischenzeitlich Jubel auf, wann immer die Führungstreffer der Leverkusener durchgegeben wurden.

"Keiner macht ihm da einen Vorwurf"

Für den Neun-Punkte-Abstand hätte aber eben ein Sieg gegen Frankfurt her gemusst. Die Schuld bei Reus sucht er jedoch nicht. "Keiner macht ihm da einen Vorwurf. Er hat uns viel gebracht und auch sein Tor war wichtig", so der Keeper.

Ähnlich sieht es Julian Weigl, der in seiner Rolle als Innenverteidiger eine immer bessere Figur macht. "Wir hatten nach dem 1:0 noch die zwei Riesenchancen und hätten den Sack zumachen können. Haben es dann nicht gemacht und unterm Strich geht das Unentschieden in Ordnung", sagt er mit Blick die Chancen von Reus in der 24. Minute (daneben) und in der 26. Minute (Lattenkreuz). 

Bilder vom 1:1 des BVB in Frankfurt

Weigl habe ebenfalls die Jubelschreie der Fans wahrgenommen, als Leverkusen gegen Bayern in Führung ging. "Man guckt nicht sofort auf den Videowürfel, weil man noch ein Spiel zu spielen hat. Das ist dann eine ungewöhnliche Situation, wenn gejubelt wird, obwohl gerade bei uns kein Tor fällt – aber das pusht dann schon nach vorne", so Weigl. Und Reus dürfte sich in diesem Moment noch mehr über seine vergebenen Chancen geärgert haben.

Zorc stärkt Reus

Rückendeckung bekommt der Kapitän dafür von seinem Sportdirektor. Die Möglichkeiten, den Führungstreffer – und vielleicht sogar die vorzeitige Entscheidung – zu erzielen, seien ein Beleg dafür, dass Reus "immer Torchancen hat. Wenn man auf die Scorerpunkte schaut, sieht man, wer in der Liste oben steht. Er hat seine Qualitäten", so Michael Zorc. "Manchmal gegen die Dinger rein und manchmal eben nicht. Nächstes Mal klappt es wieder", sagt der Sportdirektor des BVB.

Zum Spielbericht

Mag sein, doch Reus ließ auch gegen Hannover schon dicke Chancen liegen. Nagt das nicht irgendwann am Selbstvertrauen? Zorc schmunzelt. "Der Kerl kann schon damit umgehen", sagt er.

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