Beim Abschiedsspiel für Dede

Geburtstag mit 80.000 Fans: BVB-Legende "Aki" Schmidt wird 80

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Der ehemalige deutsche Fußballspieler und Trainer Alfred Schmidt, aufgenommen im Juni 2014 in Köln.

Dortmund - Eine größere Geburtstagsgemeinde kann man sich kaum vorstellen. Etwa 80.000 Fans von Borussia Dortmund werden an diesem Samstag ins Stadion pilgern, um das Abschiedsspiel des ehemaligen BVB-Profis Leonardo Dede mitzuerleben.

Unter den Zuschauern wird auch Vereinslegende Alfred "Aki" Schmidt sein, der an diesem Tag 80 Jahre alt wird. "Ich gehe natürlich auch ins Stadion", kündigte der Jubilar an.

Gefeiert wird bei ihm einen Tag später mit etwa 100 Gästen. Am 5. September 1935 in Dortmund geboren, wechselte der technisch versierte Mittelfeldspieler 1956 vom Vorortclub Spielvereinigung Berghofen zur großen Borussia. Zwei deutsche Meisterschaften in den Jahren 1957 und 1963 zeichneten den Weg zu einer sportlichen Erfolgsgeschichte, die 1966 im Gewinn des Europapokals der Pokalsieger ihren Höhepunkt fand. "Darauf sprechen mich die Leute heute noch an", sagte Schmidt.

Vorbericht für Dedes Abschiedsspiel

Der Dortmunder Kapitän Alfred "Aki" Schmidt  hält triumphierend den ihm vom Bundespräsidenten Heinrich Lübke (2. von links) überreichten DFB-Pokal hoch. Borussia Dortmund gewinnt am 22. Mai 1965 vor 55.000 Zuschauern im Niedersachsenstadion von Hannover das 22. Endspiel um den DFB-Fußballpokal gegen den Regionalligisten Alemannia Aachen mit 2:0. Schmidt erzielt die 1:0-Führung. Für Dortmund ist es der erste DFB-Pokalsieg.

In der deutschen Nationalmannschaft gehörte er ab 1957 bereits als 22-Jähriger zu den Erben der WM-Helden des "Wunders von Bern" und spielte bei der WM 1958 unter anderem mit Helmut Rahn, Fritz Walter und Uwe Seeler in einer Mannschaft. In der DFB-Auswahl wurde er sogar als erster Spieler des BVB zum Kapitän berufen. Schon während seiner aktiven Laufbahn nahm Schmidt seine zweite Karriere in die Hand und erwarb 1966 sein Trainerdiplom an der Sporthochschule Köln. Über die Trainerstationen Jahn Regensburg, Kickers Offenbach, Preußen Münster, FK Pirmasens und erneut Regensburg, wo er zwischenzeitlich auch als Sportlehrer arbeitete, kehrte die BVB-Ikone in den 90er Jahren nach Dortmund zurück.

Als Fanbeauftragter, Kassenprüfer, Stadionführer und Repräsentant ist Schmidt den Westfalen bis heute in verschiedenen Positionen eng verbunden. "Der Verein hält mich jung. Wenn ich das nicht mehr machen würde, würde mir im Leben etwas fehlen", meinte der auch mit 80 Jahren noch erstaunlich jung gebliebene Schmidt. - dpa

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